Überwiegend Einigkeit: Gespräche zwischen Landwirten und Ratsmitglied

Das Westerbecker Ratsmitglied Andreas Kautzsch hat sich mehrfach mit Landwirten aus Region getroffen, um miteinander und nicht übereinander zu sprechen. Die Beteiligten waren sich in vielen Punkten einig.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer zum Beispiel, dass Lebensmittel eine höhere Wertigkeit erhalten müssen (Symbolbild).
Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer zum Beispiel, dass Lebensmittel eine höhere Wertigkeit erhalten müssen (Symbolbild). | Foto: Pixabay

Gifhorn/Westerbeck. Kürzlich haben mehrere Gespräche zwischen Westerbecker Landwirten und dem Westerbecker Ratsmitglied Andreas Kautzsch stattgefunden. Den Auftakt habe ein Gespräch beim "Landvolk Niedersachsen" in Gifhorn mit dessen Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse als Initiator gebildet. Quintessenz der Gespräche sei, dass es besser ist, offen miteinander statt übereinander zu sprechen. So sei immer ein konstruktiver und offener Austausch über die Arbeit der Landwirte, ihrer Betriebsabläufe und deren Rahmenbedingungen sowie über den Straßenverkehr und die Entwicklung der Ortschaft erfolgt. Darüber berichtet die Bürger-Interessen-Gemeinschaft (B.I.G.) Sassenburg.


Ratsmitglied Andreas Kautzsch habe sich davon überzeugen können, dass die Betriebe regelmäßig von der Kontrollbehörde der Landwirtschaftskammer unter anderem auf die Einhaltung der Dünge- und Düngemittelverordnung überprüft wurden und werden. Die Betriebe sind dabei zur Erstellung von Düngeplänen mit einer Düngebedarfsermittlung verpflichtet, wozu entsprechende Bodenproben bis zu einer Tiefe von 90 Zentimetern entnommen werden. Dies hänge auch damit zusammen, dass sich ein Großteil der Westerbecker Ackerflächen in einem Wasserschutzgebiet befinden.

Landwirte zeigen sich transparent


Auch für die Ausbringung von "Wirtschaftsdüngern", wozu beispielsweise die Gärreste aus der Biogasanlage zählen, sei transparent die Dokumentation über Mengen und Nährstoffgehalt zur Einsichtnahme bereitgestellt worden. Es sei auch dargestellt worden, dass beispielsweise Trockenkot bereits vor der Anlieferung labortechnisch auf eine Belastung von schädlichen Keimen untersucht werde. Nur bei Unbedenklichkeit erfolge eine Anlieferung.

Einigkeit bei Ratsmitglied und Landwirten


In den Gesprächen sei auch festgestellt worden, dass Einigkeit bei den folgenden Themen bestehe:

Lebensmittel müssen grundsätzlich eine höhere Wertigkeit erhalten und es könne nur mit einem Umdenken durch die Verbraucher im Markt ein Wandel erfolgen. Der Handel müsse nicht nur auf "billige Lebensmittel" setzen, sondern die Qualität und die Erzeugungsbedingungen in den Vordergrund stellen.

Die Verkehrssituation rund um die Westerbecker Kindertagesstätte und Grundschule sei sowohl für die Landwirte als auch für die Anlieger nicht zufriedenstellend.

Verstärkt den Focus auf Umwelt-, Klima- und Artenschutz setzen und bereits durchgeführte Maßnahmen stärker hervorheben, um die Bevölkerung "mitzunehmen".

Die Ortschaft Westerbeck solle nur besonnen wachsen und der ländliche und dörfliche Charakter erhalten bleiben.

Gemeinsame Aktionen geplant


Es sei vereinbart worden, weiter intensiv im Gespräch zu bleiben und gemeinsame Aktionen, beispielsweise zur Verkehrssituation, zum Artenschutz oder Pflanzaktionen mit den Bürgern aus der Ortschaft beziehungsweise der Elternschaft aus Kindertagesstätte und Grundschule vorzubereiten. Ganz konkret laufen schon die Vorplanungen für ein Projekt zum Insektenschutz mit einer Beteiligung für die Bürger in der Gemeinde Sassenburg. Projektstart werde schon am 7. März sein.


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