Vandalismus und Diebstähle in Wesendorf: Staatsschutz ermittelt

Die Tatorte in diesen Fällen eint nach bisherigen Ermittlungen eins, ein gesellschaftliches Symbol in Form einer Regenbogenfahne.

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Symbolfoto | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Wesendorf. Die Polizei Wesendorf hat kürzlich mehrere Strafverfahren eingeleitet, die nun vom Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Gifhorn zusammengeführt wurden. Nun ermittelt hier der Staatsschutz, berichtet die Polizei am heutigen Donnerstag.



Grund für die nun eingeleiteten Ermittlung ist eine Häufung von Sachbeschädigungen sowie Diebstählen in Wesendorf. So wurden am vergangenen Wochenende Eier gegen Fassanden und Fenster verschiedener Häuser oder auch auf Terrassen geworfen. Es blieb jedoch nicht nur beim Werfen von Lebensmitteln, auch Feuerwerkskörper wurden auf Grundstücke geworfen.

Regenbogenfahnen als Ziel


Die Tatorte in diesen Fällen eint nach bisherigen Ermittlungen eins, ein gesellschaftliches Symbol in Form einer Regenbogenfahne. Diese ist oder war lange Zeit auf betroffenen Grundstücken gehisst oder im jeweiligen Haus aufgehängt erkennbar. In teils auch länger zurückliegenden Fällen wurden Fahnen durch die bislang unbekannten Täter von Privatgrundstücken entwendet oder sollten entwendet werden, auch zu diesen nicht vollendeten Taten wird ermittelt.

Staatsschutz ermittelt


Die umfassenden Ermittlungen hat das für den Staatsschutz zuständige Fachkommissariat im Zentralen Kriminaldienst übernommen. Kriminaloberrat Franz Mahncke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Gifhorn hierzu: "Wenn fremde Sachen beschädigt oder zerstört werden ist das eine Straftat und damit Aufgabe der Polizei. Was diese Straftaten besonders macht, ist der Angriff auf ein Symbol für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt. Hierbei handelt es sich um Werte, die im Artikel 3 des Grundgesetzes verankert und für das gesellschaftliche Leben von elementarer Bedeutung sind. Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung sind derartige Sachverhalte auch im Kontext der Rechte und des Schutzes von Minderheiten zu betrachten."

Im Rahmen der Ermittlungen zu den Taten werden Zeugen und Hinweisgeber sowie weitere Geschädigte gesucht. Diese melden sich bitte bei der Polizei Gifhorn, unter der Telefonnummer 05371 980-0.


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