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Gleich zwei Großfeuer in wenigen Tagen


Der Dachstuhl stand in Vollbrand und drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Fotos: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Oderwald, Felix Kunze
Der Dachstuhl stand in Vollbrand und drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Fotos: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Oderwald, Felix Kunze

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25.06.2018

Oderwald. Am gestrigen Sonntag kam es am frühen Morgen zu einem Großfeuer in Achim. Die Feuerwehr kämpfte bei einem Großeinsatz gegen die Flammen. Erst wenige Tage zuvor mussten die Kameraden einen Dachstuhlbrand in Dorstadt löschen. Dies berichtete das Presseteam der Freiwilligen Feuerwehr Samtgemeinde Oderwald.


In der Nacht wurden die Ortsfeuerwehren Achim, Börßum, Cramme, Ohrum, Groß Flöthe und Heiningen aus der Samtgemeinde Oderwald, die Drehleitergruppe der Ortsfeuerwehr Schöppenstedt sowie die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises Wolfenbüttel zu einem Feuer mit dem Alarmstichwort „F2 – Feuerschein Carport und Wohnhaus“ in die Ortschaft Achim alarmiert (regionalHeute.de berichtete).

Die Feuerwehr im Großeinsatz


Schon auf der Anfahrt mussten die ersten Kräfte einen deutlichen Feuerschein sowie eine enorme Rauchentwicklung feststellen. An der Einsatzstelle angekommen bestätigte sich die gemeldete Lage. Eine Hecke sowie ein angrenzender Carport mit zwei abgestellten Fahrzeugen und das Wohnhaus standen in Flammen.

Schnell wurden die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet. Zum Glück konnten die Hauseigentümer das Haus schnell verlassen und sich in Sicherheit begeben. Die Flammen hatten sich schon weit durchgefressen und weitere Nachbargebäude standen unmittelbar in Gefahr.


Die Drehleiter im Einsatz. Foto:



Mit mehreren Atemschutztrupps und der angeforderten Drehleiter wurde die Brandausbreitung unterbrochen und ein weiteres Ausbreiten verhindert. Man konnte das Flammenmeer so weit eindämmen, das nach rund 90 Minuten das Feuer unter Kontrolle war. Doch für die Einsatzkräfte war der Einsatz noch lange nicht beendet. Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren nötig, da immer wieder Flammen zu sehen und das Feuer noch nicht endgültig gelöscht waren, wurden weitere Trupps unter Atemschutz eingesetzt.

Mit der Drehleiter wurde zeitgleich das Dach des Wohnhauses abgedeckt, um versteckte Brandnester zu finden. Die Nachlöscharbeiten mit mehreren C-Rohren dauerten an. Nach füneinhalbStunden konnte dann der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Wasserversorgung an der Einsatzstelle reichte für die umfangreichen Arbeiten an der Einsatzstelle nicht aus. Um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben, musste eine lange Wegstrecke von einem Löschwasserbehälter und einem Brunnen hergestellt werden.


Bei dem Brand kam viel Material zum Einsatz. Foto:



An der Einsatzstelle wurden insgesamt 54 B-Schläuche (Schlauchlänge eines B-Schlauches 20 Meter) und 15 C-Schläuche (Schlauchlänge eines C-Schlauches 15 Meter) verwendet. Neben der Feuerwehr war auch das Deutsche Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt, der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) und dem Kriseninterventionsteam vor Ort. Auch Kräfte der Polizei sowie Notfallseelsorger des Landkreises waren an der Einsatzstelle. Nachdem das Schlauchmaterial an der Einsatzstelle durch die FTZ gewechselt und die benutzten Atemschutzgerätschaften eingesammelt waren, konnten die eingesetzten Kräfte die Einsatzstelle nach circa sechs Stunden verlassen. Nun musste im Feuerwehrhaus noch die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge hergestellt werden. Nach einer anstrengenden Nacht konnten nun alle Frauen und Männer in ihre Betten.


Etliche Kameraden waren im Kampf gegen das Feuer im Einsatz. Foto:


Zwei Großfeuer in kurzer Zeit


Nur wenige Tage zuvor kam es in der Ortschaft Dorstadt zu einem Dachstuhlbrand. Dort kämpften die Ortsfeuerwehren Dorstadt, Börßum, Cramme, Ohrum, Heiningen, Groß Flöthe, Achim, Bornum sowie die Drehleitergruppe der Ortsfeuerwehr Schöppenstedt gegen die Flammen. Auch dabei wurden mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Rauchentwicklung an der Einsatzstelle war enorm und die Flammen breiteten sich schnell aus. Zum Glück konnten sich die Personen in Sicherheit bringen, sodass kein Menschenleben in Gefahr war (regionalHeute.de berichtete).

Mit rund 60 Einsatzkräften davon 20 Atemschutzgeräteträgern konnte eine Brandausbreitung verhindert werden. Mit diversen C- und B-Rohren sowie der Drehleiter konnten die Flammen schließlich gelöscht werden. Auch bei diesem Einsatz musste das Dach mit der Drehleiter geöffnet werden, um Glutnester zu finden und das Feuer endgültig zu löschen. Auch dort waren die Ortsfeuerwehren über mehrere Stunden im Einsatz. Nach circasechseinhalb Stunden waren dann auch die letzten Ortsfeuerwehren wieder einsatzbereit in ihren Feuerwehrhäusern. Auch das Deutsche Rote Kreuz, der Rettungshubschrauber Christoph 30 sowie die Polizei waren vor Ort. Gemeindebrandmeister Oderwald Alexander Steek bedankte sich nach dem Einsatz bei allen Kameraden für die gute Arbeit an den Einsatzstellen.

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