Goslar und Peine arbeiten beim Hochwasserschutz zusammen


Der Vertrag wurde in Goslar unterzeichnet: Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Thomas Moll, Fachdienstleiter Umwelt- und Gewässerschutz der Stadt Goslar, und Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (v. li.). Foto:  Wasserverband Peine
Der Vertrag wurde in Goslar unterzeichnet: Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Thomas Moll, Fachdienstleiter Umwelt- und Gewässerschutz der Stadt Goslar, und Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (v. li.). Foto: Wasserverband Peine | Foto: privat

Goslar/Peine. „Hochwasserschutz gelingt effizient und nachhaltig, wenn er nicht nur lokal begrenzt, sondern übergreifend in Flussgebieten gedacht wird“, bekräftigen Goslars Oberbürgermeister Doktor Oliver Junk und Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas vom Wasserverband Peine. Ein Vertrag zwischen beiden Partnern wurde kürzlich unterzeichnet. Das teilt der Wasserverband mit.


„Dieser Idee folgend freuen wir uns, nun auch weitere Hochwasserschutz-Aufgaben auf den Verband zu übertragen und als Teil der Flussgebietspartnerschaft Nördliches Harzvorland den integrierten Ansatz hier bei uns im Harz aktiv weiterzuentwickeln und umzusetzen.“ Junk und Baas unterzeichneten den Vertrag, der die Hochwasserschutz-Aufgaben nun für die Kernstadt Goslar sowie für die Stadtteile Hahndorf, Hahnenklee-Bockswiese, Jerstedt und Oker an den Peiner Verband überträgt.

„Mit dem Wasserverband Peine haben wir einen engagierten, erfahrenen und gut vernetzten Partner an unserer Seite, einen erfolgreichen Akteur im Hochwasserschutz in Südostniedersachen“, ergänzt Junk. Für das Teilgebiet der Stadt Vienenburg betreut der Verband die Hochwasserschutz-Aufgabe schon seit Januar 2013. „Für uns ist es nur folgerichtig, jetzt auch für die weiteren Gebiete der Stadt Goslar die Hochwasserschutz-Aufgabe zu übertragen. Das stärkt den Hochwasserschutz bei uns im gesamten Stadtgebiet.“

Blaupause für weitere Hochwasserpartnerschaften


Der Wasserverband Peine koordiniert bereits seit Jahren im Auftrag von acht Kommunen an Innerste und Oker die Hochwasserschutz-Aufgabe. „Unsere Hochwasserschutz-Partnerschaft Nördliches Harzvorland war die Blaupause für weitere Hochwasserpartnerschaften, die mittlerweile im Land entstanden sind“, erinnert Verbandsvorsteher Baas. „Wir haben diese Hochwasserschutz-Partnerschaft mit den acht Kommunen, die uns die Aufgabe übertragen haben, in den letzten Jahren erfolgreich zur Flussgebietspartnerschaft ausgebaut, die dabei auch die Gewässerentwicklung mit in den Blick nimmt. Für einen nachhaltig-integrierenden Ansatz, der Ökologie, Schutz und regionale Entwicklung verbindet.“

Der Verband verfolge beim Hochwasserschutz nach wie vor einen Dreiklang aus naturräumlichen sowie technischen Maßnahmen und dem vorbeugendem Objektschutz. „Wir freuen uns, diesen erfolgreichen Weg nun auch in weiteren Projekten für die Stadt Goslar umsetzen zu können“, so Baas. Die erfahrenen Hochwasser-Fachleute in Peine koordinieren die Entwicklung von Maßnahmen, stellen Fördermittel-Anträge und begleiten die Umsetzung von Maßnahmen.

Kontrolle und Mitbestimmung gesichert


Mit der Aufgabenübertragung hat die Stadt Goslar weiterhin Kontrolle und Einfluss auf die Entwicklung des Hochwasserschutzes. „Das ist ein Modell der interkommunalen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Hier wird die intensive Kommunikation und Abstimmung mit allen Akteuren am Fluss gepflegt“, unterstreicht Oberbürgermeister Junk. Der regelmäßig tagende Steuerkreis, in dem die kommunalen Vertreter die Interessen der Kommunen und ihrer Bürger einbringen, ist ein wesentliches Element der kontinuierlichen Abstimmung und Zusammenarbeit. Zudem nimmt der Sprecher der Flussgebietspartnerschaft an den Sitzungen des Vorstands in Peine teil.

„Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll. Transparenz wird beim Verband auch hier groß geschrieben: vom Vertrag über die Mitbestimmungs- und Kontrollmechanismen in den Gremien bis hin zur und der Kostenaufstellung.“ Denn auch für diese neue Verbandsaufgabe gilt: Es muss kostendeckend gearbeitet werden, gemeinsam agiert man dabei gemeinwohlorientiert. „Diesem Ansatz werden wir uns in der neuen Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz für die Kernstadt Goslar und die angrenzenden Gebiete engagiert widmen“, versprechend Junk und Baas und unterzeichnen den Vertrag.

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