Bus der Linie 861 fährt wieder durch das Okertal


Landrat Thomas Brych (3. v.l.), Regionalverbandsdirektor Hennig Brandes (4. v.l.), Marktmanagerin Regionalbus Braunschweig GmbH Ulrike Schöne (1. v.l.) sowie der Kreistagsabgeordnete Rüdiger Wohltmann (2. v.l.) freuen sich mit weiteren Vertretern der beteiligten Koope-rationspartner über die Wiedereinführung der Linie 861 zwischen Goslar und Altenau
Landrat Thomas Brych (3. v.l.), Regionalverbandsdirektor Hennig Brandes (4. v.l.), Marktmanagerin Regionalbus Braunschweig GmbH Ulrike Schöne (1. v.l.) sowie der Kreistagsabgeordnete Rüdiger Wohltmann (2. v.l.) freuen sich mit weiteren Vertretern der beteiligten Koope-rationspartner über die Wiedereinführung der Linie 861 zwischen Goslar und Altenau

Goslar. Über zehn Jahre sind inzwischen vergangen, dass Busse der Linie 861 das Okertal passierten. Die damals hoch defizitäre Linie wurde im Jahr 2007 eingestellt. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird diese Entscheidung umgekehrt, und die Busse zwischen Goslar und Altenau mit Stationen in Oker und Schulenberg rollen wieder in beiden Richtungen.


Die Reaktivierung der Buslinie durch das Okertal geht auf einen Vorstoß aus Politik, der Kreisverwaltung Goslar und des Regionalverbandes Braunschweig im Jahr 2017 zurück. Aufgrund der fehlenden Linienbusverbindung musste der Schülerverkehr zur „Adolf-Grimme-Gesamtschule“ in Oker mit privaten Fuhrunternehmen organisiert werden, was hohe Kosten zur Folge hatte. Diese Kosten veranlassten die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung die Wiedereinführung der L 861 zu überprüfen – und das mit Erfolg.

Landrat Thomas Brych bezeichnet die Wiederaufnahme der Linie als ein wichtiges Signal für die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), betont aber, dass das Angebot nun auch genutzt werden sollte. „In den Monaten nach Stilllegung der Linie hat es nicht unerhebliche Beschwerden gegeben, was auch durchaus verständlich war. Nun können wir dieses Angebot wieder realisieren, und ich wünsche mir, dass es auch angenommen wird“, erläutert der Chef der Goslarer Kreisverwaltung. „Die Wiedereinführung der Linie 861 ist seit vielen Jahren das Ziel des Regionalverbandes. Es ist äußerst sinnvoll, den Schülertransport in den Linienverkehr zu integrieren. Durch das Zusammenwirken der Beteiligten ist es jetzt gelungen, eine gute Busverbindung zu schaffen für die Schüler und alle Bürgerinnen und Bürger sowie auch für Touristen. Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen den Startschuss zu geben“, sagt Hennig Brandes, Verbandsdirektor des Regionalverbandes.

Die Wiedereinführung der Linie 861 durch das Okertal kann vor allem vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit als „Win-Win-Situation“ für alle Seiten gewertet werden. Denn durch die Einbindung von Mitteln nach dem Niedersächsischen Nahverkehrsgesetz ist es gelungen, eine für alle Parteien tragbare Finanzierung zu realisieren. Die Einsparungen beim Schülertransport belaufen sich auf rund 70.000 Euro.

Gute Taktung


Zur Attraktivität dieser Busroute dürfte auch der geplante Fahrplan beitragen, der eine ausgesprochen gute Taktung bietet. Unter der Woche fährt der Bus im Zeitraum zwischen 6.54 und 16.45 Uhr insgesamt zehn Mal von Altenau Richtung Goslar. In umgekehrter Richtung verkehrt die Linie 861 wochentags acht Mal. Die erste Fahrt am Goslarer ZOB beginnt um 8.25 Uhr, die letzte Tour startet um 17.25 Uhr. Und auch an den Wochenenden sowie Fest- und Feiertagen wird ein reger Busverkehr zwischen dem schönen Altenau und der Kaiser- und Welterbestadt Goslar pendeln.

Im Hinblick auf die geplante Einführung des Gäste- und Urlaubertickets „HATIX“ hat die Linie 861 ebenfalls eine wichtige Bedeutung, ist sich Landrat Thomas Brych sicher. „Das Okertal mit der gleichnamigen Talsperre ist ein touristischer Hotspot und vor allem an den Wochenenden und in Ferienzeiten stark frequentiert. Eine Busverbindung macht da wirklich Sinn und könnte durch das HATIX eine weitere Aufwertung erfahren.“


mehr News aus Goslar


Themen zu diesem Artikel


ÖPNV ÖPNV Goslar Verkehr Schule Schule Goslar