Goslar. Als die Baumarktkette Max Bahr 2013 pleiteging, bedeutete das auch das Ende der zahlreichen Filialen in ganz Deutschland. Viele von ihnen stehen noch heute als Brache herum. Im Goslarer Gewerbegebiet Gutenbergstraße wird schon seit längerer Zeit an einer Lösung gebastelt. Und zwar soll dort, wo einst die Max-Bahr-Filiale war, ein neues Möbelhaus entstehen.
Inzwischen steht auch fest, welcher Betreiber einziehen soll: "Wir beabsichtigen, an dem Standort ein Mömax Trendmöbelhaus zu errichten", teilt die BDSK Handels GmbH & Co. KG auf Nachfrage von regionalHeute.de mit. Die Handelsgesellschaft aus Würzburg, die eng mit der Goslarer Tessner-Gruppe verbunden ist, betreibt unter anderem in Deutschland das Geschäft der österreichischen XXXLutz-Gruppe. Ein XXXLutz-Möbelhaus steht zum Beispiel gleich in unmittelbarer Nähe im selben Gewerbegebiet an der Straße Im Schleeke. Ein Warenlager der Gruppe ist dort ebenfalls vorhanden.
Macht man sich selbst Konkurrenz?
Das beabsichtigte neue Möbelhaus in direkter Nachbarschaft sollte aber unternehmensintern betrachtet unproblematisch sein. Die Marken XXXLutz und Mömax sprechen unterschiedliche Zielgruppen an – Mömax richtet dabei eher das jüngere Publikum ein. Was aber genau geplant ist, wann es losgehen und wie genau das neue Möbelhaus aussehen soll – dazu hält sich die Betreibergesellschaft noch bedeckt. "Zu den weiteren Planungen können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben machen und möchten den weiteren Abstimmungen nicht vorgreifen", heißt es in der Antwort auf eine Anfrage von regionalHeute.de.
Diese angesprochenen Abstimmungen laufen derzeit im Rathaus und der Kommunalpolitik. So soll die Ecke, an der das Möbelhaus entstehen soll, in einem neuen Bauleitplan neu aufgestellt werden. Es geht laut einem Beschreibungstext auf der Homepage der Stadt um "eine umfassende Neuaufstellung des Fachmarktstandortes Gutenbergstraße. Mit der Planung soll das brachliegende Max-Bahr-Areal revitalisiert und die planungsrechtliche Voraussetzung für die Um- und Neuansiedlung für den Einzelhandel geschaffen werden."
Auch in Braunschweig ist ein Mömax-Trendmöbelhaus auf der Max-Bahr-Brache geplant
Ganz ähnlich ist übrigens die Lage zum Beispiel in Braunschweig: Auch dort plant das Unternehmen BDSK, auf dem ehemaligen Max-Bahr-Gelände an der Frankfurter Straße/Theodor-Heuss-Straße ein Mömax-Trendmöbelhaus zu errichten. Auch dort dauern die dafür notwendigen rechtlichen Verfahren aber noch an.
Vor einem Jahr hatte das Unternehmen auf der anderen Seite des Harzes bereits eine neue Filiale eröffnet: im September 2025 in Aschersleben. Dort folgte das Mömax-Haus auf eine ehemalige Roller-Filiale.

