Gleich zwei neue Gewerbegebiete könnten hier im Stadtgebiet entstehen

Der Rat der Stadt Goslar soll Grundsatzbeschlüsse treffen, mit denen zwei neue Gewerbegebiete entstehen könnten.

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Im Stadtgebiet von Goslar könnten zwei neue Gewerbegebiete entstehen (Symbolfoto).
Im Stadtgebiet von Goslar könnten zwei neue Gewerbegebiete entstehen (Symbolfoto). | Foto: regionalHeute.de

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Goslar. Wo sollen sich neue Firmen und Gründer in Goslar ansiedeln? Freie Flächen gibt es so gut wie keine mehr im Stadtgebiet – erst recht nicht für kurzfristige Anfragen. Doch zwei neue Gewerbegebiete könnten diese Nachfrage künftig abdecken. Derzeit befinden sich entsprechende Vorlagen zu den zwei Gebieten im politischen Abstimmungsprozess. Beide haben jetzt die nächste Hürde genommen.



Es geht um die möglichen Gewerbegebiete "Vor dem Nordhees" in Jerstedt und "Im Rabickfelde" in Vienenburg. Zu beiden liegen Anträge aus der Feder der städtischen Wirtschaftsförderung vor, einen Grundsatzbeschluss zu fassen, diese zu entwickeln. Beide Projekte haben jetzt den städtischen Wirtschaftsausschuss passiert und stehen vor den letzten Prüfungen: Erst geht es in den Verwaltungsausschuss, bevor der Rat der Stadt darüber abstimmen wird. Dessen Grundsatzbeschluss ist nötig, damit die Verwaltung in die tiefere Planung einsteigen kann.

Neue Gewerbegebiete für Goslar


In der Begründung zum Antrag für das Gewerbegebiet in Jerstedt heißt es: "Um eine drohende Abwanderung ansässiger Unternehmen zu verhindern, neuen Gewerbebetrieben eine verlässliche Perspektive zu bieten und damit Arbeitsplätze sowie das kommunale Steueraufkommen langfristig zu sichern, ist die Neuausweisung und Entwicklung von Gewerbeflächen zwingend und dringlich erforderlich." Daher beabsichtige die Stadt, auf den ihr eigenen Flächen in Jerstedt ein Gewerbegebiet zu entwickeln.

Dass diese Flächen einst für den privaten Wohnungsbau vorgesehen waren und durch die Entwicklung eines Gewerbegebietes wegfallen würden, darauf weist die Stadtratsfraktion der FDP in einem Änderungsantrag hin. Diese fordert daher die Verwaltung auf, Alternativen aufzuzeigen, wo im Stadtteil ein. neues Baugebiet entstehen könnte.

Etwas anders gelagert ist die Situation in Vienenburg. Dort verzeichne die Stadt eine entsprechende Nachfrage nach gewerblichen Bauflächen. Aber auch dort stehen keine solchen Flächen für Neuansiedlungen oder betriebliche Erweiterungen mehr zur Verfügung. Es "besteht akuter Handlungsbedarf", heißt es in der Ratsvorlage. Der Standort zeichne sich zudem dank "erstklassiger, direkt verfügbarer Infrastruktur und überregionaler Verkehrsanbindung" demnach "durch eine außergewöhnlich hohe Standortattraktivität aus", werben die Verfasser des Antrags für das Projekt.

Fläche in Vienenburg noch in privatem Besitz


Anders als die Fläche in Jerstedt, die der Stadt gehört, befindet sich das potenzielle Grundstück in Vienenburg derzeit noch in privatem Eigentum. Die Verwaltung habe aber längst Kontakt zu den Besitzern aufgenommen. Gespräche über den Grundstückskauf durch die Stadt liefen demnach bereits. Um diese erfolgreich weiterführen zu können, sei aber der angestrebte Grundsatzbeschluss notwendig.

Der Rat der Stadt kommt am 15. September das nächste Mal zusammen und könnte dann also diese beiden Grundsatzbeschlüsse fassen. Zuvor müssen sie am 8. September den Verwaltungsausschuss passieren.

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