Goslar. Wegen Sanierungsarbeiten im Uferbereich der Altlast „Halberstädter Straße“ wird der Wanderweg an der Oker im Zeitraum vom 1. bis 14. April gesperrt. Das teilt der Landkreis Goslar mit.
Anfang kommender Woche beginnt die Umlagerung des belasteten Bodenmaterials vom Uferbereich auf die dafür vorgesehenen Flächen. Aufgrund hoher Arsengehalte in den betroffenen Böden und einer damit einhergehenden Gesundheitsgefahr, müssen die Arbeiten unter erhöhtem Arbeitsschutz durchgeführt werden. Der Aufenthalt ohne entsprechende Schutzausrüstung (Staubmasken, Sicherheitsstiefel und Einwegschutzanzüge) ist nicht gestattet.
Das belastete Material wird in einem kleinen Bereich auf der Ablagerungsfläche eingebaut, mit einer Dichtungsbahn gesichert und schließlich mit unbelastetem Boden abgedeckt. Auch die Uferböschung wird ebenfalls mit unbelasteter Erde aufgefüllt und an erforderlichen Stellen mit Geotextil und Wasserbausteinen gegen Hochwasser gesichert. Für die Planung und Überwachung der Maßnahme zeichnet das Ingenieurbüro big GmbH aus Clausthal-Zellerfeld verantwortlich. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Recycling-Park Harz. Nach Aussage des Unternehmens wird dieser Sanierungsschritt rund zwei Wochen in Anspruch nehmen, so dass der Uferweg vor Ostern wieder freigegeben werden kann.
Nachpflanzungen erforderlich
Die Sanierungsmaßnahme der Altlast „Halberstädter Straße“ schreitet insgesamt recht zügig voran. Der erste Bauabschnitt ist bereits vor über einem Jahr fertiggestellt und rekultiviert worden. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Sommer sind jedoch einige Nachpflanzungen erforderlich, da eine größere Zahl der gepflanzten Bäume und Sträucher eingegangen ist.
Der zweite Bauabschnitt, der auch die nun geplante Umlagerung umfasst, wird voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen. Um eine kontinuierliche Sanierung zu gewährleisten, erfolgten in diesem Winter auch schon Baumfällungen für den dritten Bauabschnitt. Aus diesem Grund ist ein recht großer Teil der Altlast aktuell auch als Baufeld erkennbar. Der Landkreis geht jedoch davon aus, dass die im zweiten Bauabschnitt zu sanierenden Flächen bereits im Winter 2019/2020 rekultiviert werden können.

