Harzer Falken eine Liga tiefer, Insolvenzverfahren gestartet

von Frank Vollmer


Ein Verein liegt am Boden und hofft auf Hilfe von außen. Foto: Jens Bartels/Archiv
Ein Verein liegt am Boden und hofft auf Hilfe von außen. Foto: Jens Bartels/Archiv

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Goslar. Das Insolvenzverfahren läuft bereits. Die finanzielle Schieflage forderte die Verantwortlichen bei den Harzer Falken auch auf sportlicher Ebene zu Entscheidungen. So teilte der Verein am Mittwochmittag mit, dass man in der neuen Saison nicht mehr in der Oberliga antreten wird.


Falken planen für die Regionalliga Nord


Diese Entscheidung mussten sie zeitnah fällen: Die Harzer Falken melden für die kommende Saison eine Liga tiefer in der Regionalliga: „Die benötigte Vorbereitungszeit ist zu knapp und die Deckung der Kosten noch nicht darstellbar“, heißt es in einer Vereinsmeldung.

Dies sei derzeit „der einzige Weg, den Verein zu konsolidieren und die notwendigen Rahmenbedingungen für den angestrebten Wiederaufstieg zu realisieren.“ Aktuell erarbeitet man im Verein einen Maßnahmenkatalog, dessen Punkte im Vorfeld allesamt erfüllt sein müssten. „Andernfalls wird der Verein den Schritt in die Oberliga – unabhängig vom sportlichen Verlauf – nicht wieder gehen können“, so die Mitteilung.

Insolvenzverfahren läuft


Währenddessen wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. „Um den traditionellen Eishockeystandort mit zugehöriger Nachwuchsabteilung erhalten zu können, ist der allein auf ehrenamtlicher Arbeit aufgebaute Verein jetzt auf finanzielle Hilfe angewiesen“, teilen die Falken mit und bringen es hart auf den Punkt: „Ohne entsprechende Mittel aus der Region und Unterstützung der großen Eishockeyfamilie wird der letzte hochklassige Vertreter des Harzes nicht fortbestehen können.“


Einige Personen aus dem Umfeld des Clubs hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt. „Das weit über regionale Grenzen hinausgehende Interesse beweisen über 1,7 Millionen Zugriffe auf die Vereins-Homepage und tausende Stadionbesucher Jahr für Jahr“, sehen die Verantwortlichen einen Strohhalm. Man sei zusammen mit dem Insolvenzverwalter zuversichtlich, „dass das Verfahren einen positiven Verlauf nimmt.“ Aktuell wird eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die benötigten Mittel für den positiven Ausgang aufzubringen.