Goslar. Die Gefäßchirurgie der Asklepios Harzkliniken in Goslar verfügt über einen neuen, hochmodernen Hybrid-Operationssaal. Knapp eine Million Euro sei in die neue Technologie, die Installation sowie die Anpassung des Operationsbereichs investiert worden, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.
Mit der neuen Anlage verfüge die Gefäßchirurgie der Asklepios Harzkliniken über eine technische Ausstattung, wie sie auch in großen gefäßmedizinischen Zentren und Universitätskliniken zum Einsatz kommt. Damit können viele komplexe Eingriffe weiterhin wohnortnah für Patientinnen und Patienten aus Goslar und der gesamten Harzregion angeboten werden. Mit dem neuen Hybrid-OP stärke man die Versorgung schwer erkrankter Gefäßpatientinnen in der Region und investiere zugleich in die Zukunft einer modernen, leistungsfähigen Gefäßmedizin am Standort Goslar.
Wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Gefäßmedizin
„Die neue Anlage ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Gefäßmedizin in unserer Region“, erklärt Ralf Koch, Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, Phlebologie der Asklepios Harzkliniken. „Sie unterstützt uns dabei, auch anspruchsvolle Eingriffe mit höchster Präzision durchzuführen. Davon profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Hauptschlagader, der Halsschlagadern und der Beinarterien.“ Und weiter: „Wir sind stolz darauf, unseren Patientinnen und Patienten diese moderne Behandlungstechnik jetzt auch in Goslar anbieten zu können“, betont Chefarzt Koch. „Dabei entscheidet nicht allein die Technik über den Erfolg. Der größte Nutzen entsteht durch das Zusammenspiel eines erfahrenen gefäßchirurgischen Teams, moderner Bildgebung, einer sicheren Narkoseführung und speziell geschultem OP-Personal.“
Dr. med. Larissa Henze, Ärztliche Direktorin der Asklepios Harzkliniken, sagt: „Moderne Medizintechnik ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass unsere Ärztinnen und Ärzte auch komplexe Eingriffe nach neuesten wissenschaftlichen Standards durchführen können. Gleichzeitig schaffen wir attraktive Arbeitsbedingungen für hochqualifizierte Fachkräfte.“
„Die Investition von fast einer Million Euro ist ein klares Bekenntnis zur hochwertigen medizinischen Versorgung in der Region“, sagt Florian Nachtwey, Asklepios Regionalgeschäftsführer Region Harz. „Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen Krankenhäuser bundesweit stehen, investieren wir gezielt in innovative Medizintechnik, von der unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren. Mit dem neuen Hybrid-OP schaffen wir die Voraussetzungen, anspruchsvolle gefäßchirurgische Eingriffe auch künftig wohnortnah auf höchstem Niveau anbieten zu können, moderne Spitzenmedizin in der Harzregion.“
Der Hybrid-OP – Hightech auf höchstem Niveau
Herzstück des neuen Hybrid-OPs sei das bildgeführte Therapiesystem Azurion 7 des Medizintechnikherstellers Philips. Die mehr als zehn Jahre alte Vorgängeranlage wurde vollständig ersetzt. Die neue Technik ermögliche es, offene gefäßchirurgische Eingriffe und minimalinvasive Katheterverfahren in einem einzigen Operationssaal miteinander zu verbinden.
Hochauflösende Röntgenbilder liefern dem Behandlungsteam während des Eingriffs präzise Informationen über Gefäße, Katheter, Führungsdrähte und Implantate. Dadurch können auch komplexe Eingriffe noch genauer geplant und durchgeführt werden.
Kombination verschiedener Verfahren für individuelle Behandlung
In einem Hybrid-Operationssaal können unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten flexibel miteinander kombiniert werden. So lassen sich beispielsweise Gefäßverengungen mit Ballonkathetern oder Stents behandeln. Auch die Versorgung von Aussackungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysmen) mit Stentprothesen ist möglich. Bei Bedarf können gleichzeitig offene gefäßchirurgische Maßnahmen durchgeführt werden.
„Der große Vorteil liegt darin, dass wir die Behandlung noch individueller auf die Erkrankung und die Situation des jeweiligen Patienten abstimmen können“, sagt Ralf Koch. „Die Kombination aus moderner Bildgebung und chirurgischer Erfahrung eröffnet uns neue Möglichkeiten in der Therapie.“
Die Inbetriebnahme des neuen Hybrid-Operationssaals erforderte umfangreiche bauliche und technische Vorbereitungen. Beteiligt waren neben der Gefäßchirurgie zahlreiche weitere Bereiche der Asklepios Harzkliniken – darunter die OP-Pflege, die Anästhesie, die Medizintechnik, die IT, das Gebäudemanagement sowie externe Fachfirmen.
„Ein solches Projekt gelingt nur durch die enge Zusammenarbeit vieler Berufsgruppen“, so Ralf Koch. „Allen Beteiligten gilt unser besonderer Dank für ihren Einsatz und ihr Engagement.“

