Sicher bei Starkregen: Hier entsteht ein neuer Hochwasserdamm

Der neue Damm in Goslar soll künftig bis zu 16.500 Kubikmeter Wasser zwischenspeichern können.

Die Bauarbeiten für den künftigen Hochwasserschutz in Lochtum kommen gut voran – hier direkt am Sportplatz.
Die Bauarbeiten für den künftigen Hochwasserschutz in Lochtum kommen gut voran – hier direkt am Sportplatz. | Foto: Stadt Goslar

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Goslar. Mit dem Bau eines neuen Wasserrückhalts am Schamlahbach wird der Hochwasserschutz in Lochtum deutlich gestärkt. Auf einer Länge von rund 450 Metern entsteht nahe des Sportplatzes ein Damm von 1,60 Metern Höhe und maximal 6,5 Metern Breite, der künftig bis zu 16.500 Kubikmeter Wasser zwischenspeichern kann. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.



Zusätzlich entstehen zwei Dammbalkensysteme mit einer Breite von jeweils vier Metern. Sie verhindern, dass Wasser über den Weg am Sportplatz sowie einen angrenzenden Feldweg in die Ortslage gelangt. Ergänzt wird die Maßnahme durch einen Neubau eines Wehrs am Schamlahbach. Die Anlage wird mit einer Drossel ausgestattet, die den Durchfluss des Gewässers bei Bedarf auf maximal acht Kubikmeter pro Sekunde begrenzen kann.

So lange dauern die Arbeiten


Die Stadt Goslar setzt das Projekt gemeinsam mit dem Wasserverband Harz-Heide um. „Wir freuen uns, dass wir ein weiteres Hochwasserschutzprojekt mit Hilfe des Sondervermögens Hochwasserschutz umsetzen können und so einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschen und ihrer Infrastruktur leisten“, sagt Dirk Sielaff, Leiter des Fachdienstes Umwelt und Gewässerschutz der Stadt Goslar sowie Verbandsvorsteher des Wasserverbands Harz-Heide. Auch die dortige Bauleiterin, Jana Kellner, bekräftigt: „Die Durchflussbegrenzung sorgt dafür, dass das Wasser in der Ortslage schadlos abgeführt werden kann. Damit leistet die neue Anlage einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz in Lochtum.“

Die Bauarbeiten sollen nach aktuellem Stand im Herbst abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 550.000 Euro. Davon werden etwa 440.000 Euro aus dem Sondervermögen Hochwasserschutz des Landes Niedersachsen gefördert.

Wolfgang Mantlik ( v.l.n.r.), Stefan Höhren, beide Ingenieurgesellschaft Damer + Partner mbH & Co. KG, Justus Knakowski, Bauleiter Stratie Bau GmbH, Jana Kellner, (Wasserverband Harz-Heide sowie Teresa Fulst, Projektingenieurin Stadt Goslar,) informieren sich zum aktuellen Baufortschitt.
Wolfgang Mantlik ( v.l.n.r.), Stefan Höhren, beide Ingenieurgesellschaft Damer + Partner mbH & Co. KG, Justus Knakowski, Bauleiter Stratie Bau GmbH, Jana Kellner, (Wasserverband Harz-Heide sowie Teresa Fulst, Projektingenieurin Stadt Goslar,) informieren sich zum aktuellen Baufortschitt. Foto: Stadt Goslar



Hintergrund


Lochtum gilt aufgrund seiner topografischen Lage als besonders hochwassergefährdet. Bei Starkregenereignissen flossen bisher Wassermengen aus mehreren Richtungen in den Ort. Insbesondere der Schamlahbach hat dann große Mengen Wasser in die Ortslage transportiert. Das neue Rückhaltesystem soll künftig dazu beitragen, Hochwasserspitzen abzufangen und Schäden zu vermeiden.

Dem Baustart im April gingen bereits umfangreiche Vorbereitungen voraus. Bereits im Jahr 2024 wurden 54 Fledermauskästen installiert, um Ersatzquartiere für geschützte Tierarten zu schaffen. Hintergrund war, dass für den Bau des Damms einzelne Bäume entlang der Schamlah und am Sportplatz entfernt werden mussten. Als Ausgleich wurden Ende März dieses Jahres bereits 18 neue Weiden am Sportplatz gepflanzt. Damit werden die Eingriffe in Natur und Landschaft langfristig kompensiert.

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