Sondengänger findet Handgranate - Posts statt Polizei


Der Finder hatte bereits an der Granate gewerkelt. Fotos: Stadt Seesen.
Der Finder hatte bereits an der Granate gewerkelt. Fotos: Stadt Seesen. Foto: privat

Seesen. Am Donnerstagnachmittag hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Neckelnberg eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt. Das berichtet die Stadt Seesen. Das Vorgehen des Finders dagegen ist wohl als mehr als fahrlässig zu bezeichnen.


Ein Sondengänger hatte die Granate bereits vor einigen Tagen mit seinem Metalldetektor entdeckt, seinen Fund jedoch nicht der Polizei mitgeteilt. Stattdessen postete er die Granate in den sozialen Netzwerken. Die Polizei konnte den Mann schließlich ausfindig machen – wie sich herausstellte, hatte er bereits an der Granate gewerkelt, offenbar ohne zu wissen, dass er sich damit in Lebensgefahr begeben hat.

Denn: „Der Zünder war bereits gezogen“, erklärt Jürgen Koppelmeyer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover. Gemeinsam mit einem Kollegen hat er die Granate schließlich sicher gesprengt – lediglich die Erde wurde bei der Sprengung etwas in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei Seesen nimmt den Fund zum Anlass, um an die Bevölkerung zu appellieren, einen derartigen Fund direkt den Beamten zu melden.

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Nach der Sprengung. Foto: privat



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Die Kampfmittelbeseitigung im Einsatz. Foto:


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