Berlin. Auf 34 besonders große Erbschaften und Schenkungen sind in Deutschland 2025 im Schnitt nur rund zwei Prozent Steuern gezahlt worden. Das zeigen Berechnungen des Netzwerks Steuergerechtigkeit auf Basis neuer Zahlen des Statistischen Bundesamtes, über die der "Spiegel" berichtet.
Demnach führte die sogenannte Verschonungsbedarfsprüfung für Unternehmensvermögen oberhalb von 26 Millionen Euro dazu, dass die eigentlich festgesetzte Erbschafts- und Schenkungsteuer zu rund 94 Prozent erlassen wurde. Das entsprach einer Summe von 3,7 Milliarden Euro. Von dieser entfielen wiederum 3,4 Prozent auf Schenkungen, mit denen hohe Vermögen oft frühzeitig und steuersparend weitergegeben werden.
"Wer Multimillionen- und Milliardenvermögen erbt oder geschenkt bekommt, zahlt prozentual weniger als Personen, die ein kleineres steuerpflichtiges Vermögen oberhalb der Freibeträge erhalten", sagte Julia Jirmann vom Netzwerk Steuergerechtigkeit, von der die Berechnungen stammen. So verschenke die Erbschaftsteuer ihr Potenzial und verfestige die ohnehin hohe Vermögensungleichheit in Deutschland.
Großerben zahlen nur zwei Prozent Steuern
Auf 34 besonders große Erbschaften und Schenkungen sind in Deutschland 2025 im Schnitt nur rund zwei Prozent Steuern gezahlt worden.
Finanzamt (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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