Salzgitter. Die Planung hat vor Jahren schon begonnen, jetzt steuern diese Projekte auf den nächsten Meilenstein zu, in dessen Folge aber immer noch ein langer Weg bevorstehen wird: Es geht um zwei geplante Solar-Parks am Rande des Industriegebiets. Einer soll südlich von Salzgitter-Hallendorf entstehen, ein anderer bei Immendorf. Ein Investor plane dort den Bau solcher Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt muss dafür aber noch baurechtlichen Änderungen für die anvisierten Flächen zustimmen.
Der Investor habe laut der beiden Beschlussvorlagen, die als Nächstes im städtischen Umweltausschuss behandelt werden, jeweils einen Vorhaben- und Erschließungsplan vorgelegt und mit der Verwaltung abgestimmt. Geplant sei demnach, auf den derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen, jeweils eine Freiflächen-Photovoltaikanlage – einen Solar-Park – zu installieren und für 30 Jahre zu betreiben. Nach Ablauf dieser Zeit sollen die Anlagen rückstandslos zurückgebaut werden. Dafür habe der Investor, der auch die Kosten für die Planung und Umsetzung tragen soll, die Flächen gepachtet.
Hier soll der Park entstehen
Es geht um ein gut 8,7 Hektar großes Gebiet im Süden Hallendorfs zwischen dem Curt-Hasselbring-Weg im Norden und der Werksbahn im Süden und ein etwa 5,48 Hektar großes Gebiet im Süden Immendorfs nördlich der Bahntrassen und östlich der B248 – in Blickweite zu den Ausläufern der Stadt Wolfenbüttel. Diese Bereiche sollen künftig rechtlich als Sondergebiete mit der Zweckbestimmung „Freiflächen-Photovoltaikanlage“ gelten. Nur so wäre der Bau des Solar-Parks möglich. Derzeit sind laut Flächennutzungsplan auf diesen Arealen gewerbliche Bauflächen und in Hallendorf im westlichen Bereich eine Grünfläche vorgesehen. Dementsprechend müssten diese Pläne geändert werden. Auf der Grundlage wiederum könnten dann die entsprechenden Bebauungspläne entstehen.
Ein solcher Vorgang erfordert eine Vielzahl an Verfahrensschritten, um die Öffentlichkeit zu beteiligen. Davon sind einige Punkte für beide Projekte schon abgehakt. So lagen die Pläne bereits öffentlich zugänglich im Rathaus aus. Derzeit macht die Vorlage ihre Runde durch die städtischen Ausschüsse und zuständige Räte. Anschließend können weitere Behörden ihre Einwände vorbringen, bevor die nächste Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung ansteht.

