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Grüppchenbildung: So koordiniert die Feuerwehr ihre Einsätze

von Nick Wenkel


Die Feuerwehr Wolfenbüttel erklärt, wie sie ihre Einsätze koordiniert. Symbolfoto: Nick Wenkel
Die Feuerwehr Wolfenbüttel erklärt, wie sie ihre Einsätze koordiniert. Symbolfoto: Nick Wenkel Foto: Archiv

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01.11.2017

Wolfenbüttel. Es klingt logisch, dass für eine Ölspur weniger Feuerwehrleute ausrücken als zu einem Dachstuhlbrand. Wie man jedoch bei rund 140 aktiven, freiwilligen Feuerwehrleuten gewährleisten kann, dass nicht alle gleichzeitig zum Einsatz erscheinen, erklärt nun die Feuerwehr Wolfenbüttel.



Für die Organisation und Koordinierung der Einsatzkräfte wurde ein, in den zurückliegenden Jahren immer wieder in Details veränderter, Plan für die sogenannten diensthabenden „Bereitschaftskreise“ geschaffen, in die alle aktiven Einsatzkräfte eingeteilt seien. Zwei dieser Bereitschaftskreise seien dann gefragt, wenn die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) in Braunschweig die digitalen Alarmempfänger (DME) auslöst. Und auch eine Ausrückordnung sorge dafür, welche Fahrzeuge zu welchem Einsatz besetzt werden. Zum Beispiel bestehe der erste Löschzug aus Tanklöschfahrzeug (TLF), Drehleiter (DLK), Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und dem Brandmeister vom Dienst (BvD) mit seinem Kommandowagen (KdoW).

Weitere Einsatzkräfte auf Abruf



Kurt Jakobi. Foto:



„Sollte es darüber hinaus noch Personalbedarf geben, können jederzeit weitere oder alle Mitglieder der Ortsfeuerwehr alarmiert werden“, informiert Ortsbrandmeister Kurt Jakobi. Jeder Angehörige der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel sei demnach einer Gruppe zugeordnet - sechs an der Zahl - daneben wirken viele Mitglieder noch in Sondereinheiten mit. Neben dem Einsatzdienst stünden Aus- und Fortbildung auf dem Programm, Brandsicherheitswachen und viele andere Dienste. „Wir müssen immer wieder sagen wir sind eine Freiwillige Feuerwehr, denn alle Einsatzkräfte versehen ihren Dienst ehrenamtlich“, gibt Jakobi zu bedenken und sein Stellvertreter, Sven Dost, ergänzt: „Zwei hauptamtliche Kräfte sind bei der Stadt als Gerätewarte angestellt und für technische Dinge zuständig, wie zum Beispiel die Arbeit in der Atemschutzwerkstatt oder kleinere Reparaturen am Fuhrpark“.

Reger Zulauf an neuen Mitgliedern


Der Fuhrpark und die Ausstattung seien letztlich so umfangreich, sodass vermutlich Teile der Bevölkerung denken Wolfenbüttel habe eine Berufsfeuerwehr. Glücklicherweise gebe es auch einen regen Zulauf an neuen Mitgliedern der Feuerwehr. Seit dem 1. Juli 2016 entschieden sich 23 Männer und Frauen neu für den Dienst bei der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel.


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