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Hagenmarkt: Verschiedene Varianten und Bürgerbeteiligung

von Nick Wenkel


Wie soll der Hagenmarkt aussehen? Bald will die Verwaltung verschiedene Varianten präsentieren. Foto: Alexander Dontscheff
Wie soll der Hagenmarkt aussehen? Bald will die Verwaltung verschiedene Varianten präsentieren. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

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25.10.2017

Braunschweig. Als „emotionales Thema“ bezeichnete Nicole Palm (SPD), Vorsitzende des Umwelt- und Planungsausschusses, in der Sitzung am Dienstag die Gestaltung des Hagenmarkts. Während die Vorstellungen der Fraktionen deutlich auseinander gehen, einigten sie sich letztendlich jedoch gemeinsam darauf, dass es verschiedene Varianten zur Umgestaltung geben soll und diese begleitend mit den Bürgern entwickelt werden.



„Ich freue mich, dass unser Antrag so viel Resonanz bekommen hat“, erklärte BIBS-Ratsherr Wolfgang Büchs mit Hinblick auf die Änderungsanträge der anderen Fraktionen. Im ursprünglichen Antrag der BIBS hieß es zunächst, dass man sich einen umgehenden Ersatz der umgekippten Bäume wünsche. Als Ergänzung dazu, forderte Bündnis 90/Die Grünen einen Begleitprozess. Ziel sollte es sein, eine Grundsatzentscheidung vorzubereiten, die bei allen möglichen Varianten des Stadtbahnausbaus und der Linienführung Bestand habe. Die SPD fügte mit ihrem Änderungsantrag hinzu, die Bürger aktiv in der Umgestaltung zu beteiligen, um so eine gemeinsame Variante zu finden.



Die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses diskutierten lange über die gestalterische Zukunft des Hagenmarkts. Foto:


BIBS: „Weniger Bäume sind nicht denkbar"


Wolfgang Büchs (BIBS) legte das Hauptaugenmerk zur Umgestaltung klar auf den schnellen Ersatz der Bäume, die gerade an so einer „verkehrsträchtigen Stelle, wie dem Hagenmarkt“ eine stadtklimatische Leistung erbringen würden, die unverzichtbar sei. „Weniger Bäume sind daher nicht denkbar“, so Büchs. Dr. Eva Goclik, Vertreterin der Umweltverbände, stimmte dem zu. „Nur die Varianten mit hohem Grünanteil sind Verbesserungen“, betonte sie, mit Hinblick auf die auszuarbeitenden Varianten.

Für Dr. Rainer Mühnickel und Bündnis 90/Die Grünen sei dies jedoch zu kurz gefasst. „Der Hagenmarkt ist ja nicht der Platz, der so beliebt ist“, sagt der Grünen-Ratsherr und fordert daher, den Platz insgesamt attraktiver zu machen. Ob mit vielen, mit wenigen oder ganz ohne Bäume solle dann der Begleitprozess mit den Bürgern zeigen.

Stadt erarbeitet verschiedene Varianten




Heinz-Georg Leuer. Foto: Robert Braumann



„Alle wollen wir was Gutes - und jeder aus seiner Sicht“, resümierte Reinhard Manlik (CDU). Es sei jedoch nicht machbar, wirklich allen Forderungen gerecht zu werden. Daher einigten sich letztendlich auch alle Fraktionen darauf, ihre jeweiligen Anträge zurückzunehmen und auf die Ausarbeitung der Verwaltung zu warten. Diese versprach, sämtliche Wünsche und Forderungen der Fraktionen zu berücksichtigen und passende Varianten zu erarbeiten.

So konnte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer dann Aufschluss geben, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll. Die Stadt möchte nun unter der Berücksichtigung aller Faktoren Varianten erstellen und zudem eine Bürgerbeteiligung mit einfließen lassen. Damit begonnen werden soll „in Kürze“, so Leuer. In zirka einem Monat sollen dann erste Varianten präsentiert werden.

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