Dieses einst beliebte Café wird jetzt zwangsversteigert

Das historische Gebäude steht mitten in der Innenstadt. Jetzt kommt es unter den Hammer.

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Das historische Haus in der Markstraße wird zwangsversteigert und kommt unter den Hammer.
Das historische Haus in der Markstraße wird zwangsversteigert und kommt unter den Hammer. | Foto: Pixabay

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Helmstedt. Beste Lage und ein traditionsreiches Haus: Doch wo bis vor zwei Jahren das Café am Markt in Königslutter Kunden zu Kaffee und Kuchen anlockte, sind inzwischen die Türen geschlossen. Nicht nur das. Die Immobilie in der Markstraße wird jetzt zwangsversteigert. Der Termin vor dem Amtsgericht Helmstedt (Sitzungssaal E) ist am 19. Oktober (10 Uhr). Dann kommt das alte Fachwerkhaus mit historischer Bedeutung unter den Hammer.



Seit Anfang 2024 ist das Café geschlossen. Das Haus, in dem es sich befand, wurde 1674 erbaut. Der für die Zwangsversteigerung ermittelte Verkehrswert beläuft sich auf 409.000 Euro.

Barocke Spindeltreppe und eindrucksvolle historische Durchfahrt


Im offiziellen Exposé zur Zwangsversteigerung heißt es: "Das Gebäude ist ein zweigeschossiges, fast vollständig unterkellertes Wohn- und Geschäftshaus mit ausgebautem Dachgeschoss und zweigeschossigem Spitzbodengeschoss." Dass das ehemalige Brauereigebäude ein historisches Schmuckstück ist, geht aus weiteren Details aus der Beschreibung hervor. Da ist von einer barocken Holz-Spindeltreppe die Rede. Ein straßenseitiger Erker sei typisch für das Gebäude. Außerdem wird "eine eindrucksvolle historische Durchfahrt mit geschnitztem Stichbogen aus dem 17. Jahrhundert" aufgelistet. Kein Wunder also, dass das Gebäude "unter Ensemble-Denkmalschutz als Bestandteil einer historischen Bürgerhausreihe" steht.

Dabei haben auch einige Modernisierungen stattgefunden. So heißt es im Exposé, das auf einem Gutachten beruht: "Wesentliche Umbauten und Modernisierungen erfolgten zwischen 1965 und 2012, darunter der Einbau von Sanitär-, Gastronomie- und Konditoreianbau sowie Umbaumaßnahmen im Innenraum."

Gastronomiebereich steht leer


Gleichwohl bestehe auch ein erheblicher Sanierungsbedarf. Insbesondere im Sockel-, Dach- und Heizungsbereich sowie bei Oberflächen und Einbauten. Die Heizungsanlage sei technisch überaltert, Feuchtigkeitsschäden seien besonders im Bereich des Konditoreianbaus sichtbar.

Während zwei Wohnungen im Obergeschoss bewohnt und eigengenutzt sind, steht die Gastronomieeinheit im Erdgeschoss leer – genau wie Räume im Anbau (Konditorei/Sanitär) sowie Gastronomie-Inventar. Eine erneute gastronomische Nutzung ist in dem Haus also durchaus möglich. Die optimale Lage in der Innenstadt unweit des Marktplatzes dürfte ebenfalls dafür sprechen.

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