Helmstedt. Die Weltstillwoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Stillen. Deine Superkraft.“ und rückt die besondere Bedeutung der ersten gemeinsamen Zeit von Mutter und Kind in den Mittelpunkt. Die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt unterstützt Familien mit stillfreundlicher Betreuung, individueller Stillberatung und einem besonderen Fokus auf das Bonding, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums.
Stillen ist mehr als die Ernährung eines Babys. Es stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind, unterstützt das Immunsystem und kann die Gesundheit von Mutter und Kind langfristig positiv beeinflussen. Anlässlich der Weltstillwoche macht die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt auf die Bedeutung des Stillens aufmerksam und stellt ihre vielfältigen Unterstützungsangebote für junge Familien vor.
Viele Mütter haben Fragen
Die Klinik begleitet Mütter bereits während des Aufenthalts nach der Geburt und steht ihnen auch darüber hinaus mit individueller Stillberatung zur Seite. „Stillen ist ein ganz natürlicher Prozess, der trotzdem nicht immer von Anfang an problemlos funktioniert. Gerade in den ersten Tagen haben viele Mütter Fragen oder sind unsicher. Mit unserer Stillberatung unterstützen wir Mütter individuell und geben ihnen Sicherheit für die erste gemeinsame Zeit mit ihrem Baby“, erläutert Kinderkrankenschwester Sabrina Apostel.
Unterstützung auch nach der Geburt
Auch nach dem Klinikaufenthalt können Eltern die Angebote der Elternschule nutzen. Ein fester Bestandteil ist das Elterncafé mit Stilltreff, das jeden Mittwoch von 10.15 bis 11.15 Uhr stattfindet. In entspannter Atmosphäre können sich Eltern austauschen, Fragen stellen und sich fachlich rund um das Stillen beraten lassen. Ergänzend bietet die Klinik eine Stillambulanz im Rahmen der Hebammensprechstunde an. Diese findet mittwochs von 13 bis 14:00 Uhr statt und bietet Müttern die Möglichkeit, individuelle Fragen und mögliche Schwierigkeiten beim Stillen mit einer Hebamme zu besprechen.
Nähe von Anfang an
Eine wichtige Rolle spielt für die Klinik auch das Bonding, also der frühe Aufbau der emotionalen Bindung zwischen Eltern und Kind. „Der direkte Haut-zu-Haut-Kontakt unmittelbar nach der Geburt unterstützt dabei natürliche Reflexe des Babys und fördert bei der Mutter die Ausschüttung wichtiger Hormone. Gleichzeitig kann dieser enge Kontakt den Start in die Stillbeziehung unterstützen“, erläutert Hebamme Stine Neve. Die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt setzt damit auf eine familienorientierte Begleitung, bei der die Bedürfnisse von Mutter und Kind im Mittelpunkt stehen. Für ihr Engagement wurde die Klinik zudem mit dem Stillsiegel des Landkreises Helmstedt als stillfreundlicher Ort ausgezeichnet.
Vorteile für Mutter und Kind
Muttermilch sei optimal auf die Bedürfnisse eines Babys abgestimmt und verändere sich im Verlauf der Stillzeit. Stillen könne die Bindung zwischen Mutter und Kind vertiefen und beruhigend auf das Baby wirken, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem unterstütze Muttermilch das Immunsystem und könne dazu beitragen, das Risiko bestimmter Infektionen, beispielsweise Mittelohrentzündungen, zu reduzieren. Auch die Darmgesundheit werde unterstützt. Studien bringen Stillen darüber hinaus mit einem geringeren Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Asthma und Übergewicht in Verbindung.
Auch Mütter können gesundheitlich vom Stillen profitieren. Es könne das gemeinsame Ankommen nach der Geburt unterstützen und werde mit einem geringeren Risiko für Wochenbettdepressionen in Verbindung gebracht. Langfristig könne Stillen zudem mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Brust- und Eierstockkrebs verbunden sein.
„Am Ende geht es nicht darum, dass von Anfang an alles perfekt läuft. Es geht darum, Mutter und Kind Zeit zu geben, miteinander vertraut zu werden und ihren eigenen Weg zu finden. Aus diesem gemeinsamen Start kann Schritt für Schritt ein eingespieltes Team entstehen“, betont Pflegefachkraft Songül Yilmaz.

