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Doch keine Nordumgehung für Grasleben? CDU und FDP fordern Informationen



Doch keine Nordumgehung für Grasleben? CDU und FDP fordern Informationen

"Wir wollen eine realisierbare Entlastung für Grasleben", so Landtagsabgeordnete und Ratsfrau Veronika Koch (CDU).

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Grasleben. Am kommenden Donnerstag findet um 17 Uhr im Schützenhaus Grasleben ein öffentlicher Bauausschuss statt. Auf der Tagesordnung steht ein Antrag der Gruppe "SPD, Freies Wählerbündnis und Bürgerliste Grasleben“, wonach der Ratsbeschluss aus 2020 zur sogenannten Nordumgehung aufgehoben werden soll. Die CDU und FDP im Rat halten diesen Antrag für voreilig, weil sie glauben, dass die Ratsmitglieder den Sachverhalt noch nicht komplett erfasst haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten und Ratsfrau Veronika Koch (CDU) hervor.



In einem jahrelangen Prozess hat die Gemeinde Grasleben mit dem Ratsbeschluss vom 24. August 2020 zur sogenannten Nordumgehung eine mögliche Lösung auf den Weg gebracht, welche die Verkehrsproblematik in Grasleben zwar nicht gänzlich löse, aber zumindest eine Entlastung für die belastete L651 - Magdeburger Straße biete. Nachdem sich durch das Ergebnis der Kommunalwahl die Mehrheitsverhältnisse geändert hatten, stellte die Mehrheitsgruppe bereits im November einen Antrag, den Beschluss zur Nordumgehung aufzuheben.

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Die Gemeinde Grasleben habe die verschiedenen Trassenführungen in den vergangenen Jahren intensiv geprüft und sei zum Ergebnis gekommen, dass eine Südumgehung nicht realisierbar sei. Eine Aufhebung des Beschlusses zur Nordumgehung führe daher dazu, dass keine Entlastung für Grasleben folge. "Die Aufhebung des Beschlusses wäre fatal, da wir noch nie so nah an einer Lösung standen; die Aufhebung uns aber um Jahre zurückwerfen würde und wir wissen ja, wie lange wir daran gearbeitet haben und welche Kosten dies bereits verursacht hat", so die Landtagsabgeordnete Koch.

"Wir wollen eine realisierbare Entlastung für Grasleben"


Es seien Fehlinformationen im Umlauf, weswegen die CDU/FDP-Gruppe eine "Unterrichtung“ im öffentlichen Ausschuss beantragt. In dieser sollen länderübergreifend Behörden aus erster Hand Informationen liefern, die sich mit der Causa beschäftigt haben. Im Bauausschuss solle die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Wolfenbüttel sowie der Landkreis Helmstedt informieren. Der Landkreis Börde habe seine Teilnahme coronabedingt abgesagt, werde aber eine schriftliche Stellungnahme vorlegen. Diese Unterrichtung sei auch für interessierte Bürger offen.



"Wir als CDU/FDP wollen zunächst eine vollumfängliche neutrale Information der Mandatsträger, wir wollen das Erreichte nicht verbauen. Wir wollen eine realisierbare Entlastung für Grasleben", so Koch abschließend. Mit einem Flugblatt möchte die CDU/FDP-Gruppe nun die Bürger über den Sachverhalt informieren.


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