Teilhabe im Fokus: Erfolgreiche Inklusionskonferenz in Helmstedt

Zahlreiche Besucher nahmen an der zweiten Inklusionskonferenz im Landkreis teil.

Die Teilnehmer der Konferenz.
Die Teilnehmer der Konferenz. | Foto: Landkreis Helmstedt

Helmstedt. Die zweite Inklusionskonferenz des Landkreises Helmstedt am vergangenen Dienstag in der Begegnungsstätte Kloster St. Ludgerus war gut besucht: 97 Interessierte folgten der Einladung von Landrat Gerhard Radeck. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern hatte die Inklusionsbeauftragte Dr. Christina Trittel einen abwechslungsreichen und inhaltlich dichten Tag vorbereitet, den die Teilnehmer nutzten, um Inklusion im Landkreis voranzubringen und Teilhabe zu feiern. Das berichtet der Landkreis in einer Pressemitteilung.



Bereits vor Betreten der Begegnungsstätte wurden die Gäste am Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen kraftvoll empfangen: Die Trommlergruppe der Lebenshilfe Helmstedt‐Wolfenbüttel gGmbH sorgte für einen eindrucksvollen musikalischen Auftakt, und mit Nachdruck forderten die Beschäftigten der Werkstätten eine bessere Bezahlung und die erlebbare Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die traditionsreiche Architektur des Klosters St. Ludgerus bot mit gut erreichbaren Räumen und angenehmer Atmosphäre ideale Bedingungen für den Austausch. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, sozialen Einrichtungen, Bildung, Wirtschaft sowie Selbstvertretungsorganisationen kamen zusammen, um Impulse für eine inklusivere Zukunft zu setzen.

Gleichberechtigte Teilhabe


Nach der Begrüßung durch Ersten Kreisrat Torsten Wendt und einem Grußwort von Jana Melching vom Niedersächsischen Sozialministerium, die zu einer landesweiten Befragung von Menschen mit Behinderungen aufrief, setzte Dr. Christina Trittel mit einem Beitrag zu aktuellen Impulsen für Teilhabe und Inklusion einen Akzent, unterstützt vom Chor der Grundschule St. Ludgerus, der mit dem Lied „Vergiss es nie“ die Wertschätzung und Einzigartigkeit jedes Menschen betonte. Ein besonderes Augenmerk galt der bedarfsgerechten Anmeldung über das System #SPEKTRUMTAGS®, das im Vorfeld individuelle Unterstützungsbedarfe in den Bereichen Kommunikation, Orientierung, Mobilität und sensorische Entlastung abfragte und so eine gleichberechtigte Teilnahme ermöglichte.

Zahlreiche Ideen erarbeitet


Christina Trittel zieht ein positives Fazit: „Die Teilnehmenden haben in zwei Workshop‐Phasen zu Themen wie Partizipation, Bildung, Tourismus, Arbeit, Sport und Inklusion im Alter zahlreiche konkrete Ideen und Impulse erarbeitet und vorgestellt. Dafür sagen wir herzlich danke und wollen diese Ergebnisse unbedingt in die strategische Arbeit des Landkreises einfließen lassen.“ Das Rahmenprogramm ergänzte die Konferenz: Karikaturen von Phil Hubbe regten humorvoll zum Nachdenken über gesellschaftliche Barrieren an, Special Olympics bot ein inklusives Bewegungsangebot, kreative Mitmachaktionen förderten den Austausch, und ab 10 Uhr stand ein Rückzugsraum zur Verfügung. Den Abschluss bildete ein Konzert der inklusiven Band „Die Kraftzwerge“, das die Konferenz mit viel Energie und Gemeinschaftsgefühl ausklingen ließ.


Die Veranstaltung war ausgebucht und habe eindrucksvoll das große Interesse an inklusiver Entwicklung im Landkreis Helmstedt gezeigt. Dr. Trittel kündigte an, die Workshop‐Ergebnisse sorgfältig auszuwerten und gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren weiterzuführen, um die Teilhabe aller Menschen im Landkreis nachhaltig zu stärken.

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