Windpark Söllingen: Erste Windenergieanlagen in Betrieb

Vor weniger als zwei Jahren wurde damit begonnen, Bestandsanlagen zurückzubauen und durch modernere zu ersetzen. Nun sind die ersten Anlagen in Betrieb.

Mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt wird der Windpark künftig über 230 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen.
Mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt wird der Windpark künftig über 230 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. | Foto: Landwind-Gruppe GmbH

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Söllingen. Die Landwind-Gruppe hat das sogenannte Repowering des Windpark Söllingen im Landkreis Helmstedt nach weniger als zwei Jahren Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die ersten Windenergieanlagen sind in Betrieb, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet. Noch in diesem Jahr ist auch eine Einweihungsfeier geplant.



Im Zuge des Repowerings wurden 17 Bestandsanlagen inklusive der Fundamente vollständig zurückgebaut und durch moderne Anlagen ersetzt. „Die Bauzeit verlief zügig und unfallfrei – dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Alexander Heidebroek, Geschäftsführer der Landwind-Gruppe. „Gleichzeitig danken wir den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis. Uns ist bewusst, dass die Bauphase mit Einschränkungen wie Parkverboten und Transportverkehr verbunden war.“

Über 230 Millionen Kilowattstunden Strom


Die neuen Windenergieanlagen stammen vom Hersteller Nordex und sind vom Typ N163/6.X. Sie verfügen über eine Nabenhöhe von 164 Metern, einen Rotordurchmesser von 163 Metern und eine Gesamthöhe von 245 Metern. Mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt werde der Windpark künftig über 230 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Rechnerisch könnten damit mehr als 155.000 Menschen versorgt werden.

Mehr Leistung auf gleicher Fläche


„Die neuen Anlagen erzeugen auf der gleichen Fläche mehr als das Dreifache an Energie“, sagt Bärbel Heidebroek, Geschäftsführerin der Landwind-Gruppe. „Gerade die aktuellen geopolitischen Entwicklungen, wie der Konflikt im Iran, zeigen, wie wichtig eine unabhängige und verlässliche Energieversorgung ist. Projekte wie in Söllingen stärken die regionale Versorgung und machen uns resilienter.“

Einweihungsfeier geplant


Während der Bauphase wurden mehrere Baustellenbesichtigungen angeboten. Zusätzlich fanden drei öffentliche Nachtanlieferungen statt, die zahlreiche Interessierte angezogen hätten. regionalHeute.de berichtete. Geliefert wurden unter anderem 80 Meter lange und 28 Tonnen schwere Rotorblätter. Für die Unterstützung bei der Organisation bedankt sich die Landwind-Gruppe bei den Söllinger Vereinen.

Die Einweihungsfeier des Windparks findet am 17. September ab 16 Uhr direkt vor Ort im Windpark Söllingen statt. „Als Dankeschön möchten wir alle Interessierten herzlich zur Einweihung einladen“, so Bärbel Heidebroek. „Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch vor Ort.“

So profitieren die Gemeinden


Gemeinden im Umkreis von 2,5 Kilometern um die Anlagen würden direkt vom Windpark profitieren. „Rund eine halbe Million Euro fließt jährlich als Akzeptanzabgabe in die Region“, so Bärbel Heidebroek. Die Verteilung erfolge anteilig nach dem Flächenanteil der jeweiligen Kommunen. Die Mittel könnten flexibel eingesetzt werden – für Bildung, soziale und kulturelle Projekte oder zur Stärkung der Daseinsvorsorge und des Naturschutzes.