Hitze bremst Getreideernte in Niedersachsen

Die Getreide- und Rapsernte in Niedersachsen ist nach einer Hitzeperiode Ende Juni vielerorts geringer ausgefallen als im Vorjahr.

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Mähdrescher (Archiv)
Mähdrescher (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Getreide- und Rapsernte in Niedersachsen ist nach einer Hitzeperiode Ende Juni vielerorts geringer ausgefallen als im Vorjahr. Das teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit.


Nach vorläufigen Ergebnissen werden rund 5,5 Millionen Tonnen Getreide ohne Körnermais geerntet, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem der Winterweizen blieb hinter den Erwartungen zurück: Mit rund 2,8 Millionen Tonnen liegt die Erntemenge 9,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Ertrag sank um 7,6 Prozent auf 77,3 Dezitonnen je Hektar. Die Anbaufläche blieb mit 758.600 Hektar nahezu unverändert.

Besser entwickelte sich die Wintergerste, deren Erntemenge dank einer um 9,6 Prozent ausgeweiteten Anbaufläche und überdurchschnittlicher Erträge um 12 Prozent auf rund 1,3 Millionen Tonnen stieg. Auch Roggen legte mit 850.600 Tonnen um 1,5 Prozent zu.

Bei den Sommerungen fiel die Bilanz gemischt aus: Sommerweizen wurde wegen deutlich kleinerer Anbauflächen 24,4 Prozent weniger geerntet, Sommergerste verlor 2 Prozent, während Hafer um 8,6 Prozent zulegte. Die Winterrapsernte bleibt mit 361.600 Tonnen trotz einer um 14,4 Prozent größeren Anbaufläche 8,3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Hektarertrag sank von 40,5 auf 32,5 Dezitonnen.

Als Ursachen nannte das LSN Hitzeschäden, regionale Hagelereignisse sowie Schäden durch Schädlinge. Die anhaltende Trockenheit bereitet zudem vielen Betrieben Sorgen: Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben leiden besonders auf leichten Standorten unter Trockenstress, auch das Grünland ist betroffen.

Eine endgültige Bewertung dieser Kulturen steht noch aus.