Braunschweig. Aufsehen erregte am gestrigen Montagabend ein 37-jähriger Deutscher, der im Regionalexpress nach Braunschweig den "Hitlergruß" zeigte. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wurde. Seine Zugfahrt endete frühzeitig und führte ihn in eine Justizvollzugsanstalt, wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung berichtet.
Demnach wurde der 37-Jährige durch Reisende dabei beobachtet, wie er den sogenannten "Hitlergruß" im Innenraum eines Regionalexpresses beim Halt in Hannover zeigte. Später stellte sich heraus, dass nach dem Mann bereits mit einem Haftbefehl
gefahndet wurde.
Fahrgäste alarmieren die DB-Sicherheit und die Bundespolizei
Die Fahrgäste des Regionalexpresses alarmierten noch vor der Abfahrt in Richtung Braunschweig in der Nähe befindliche Mitarbeiter der DB-Sicherheit und im weiteren Verlauf die Bundespolizeiinspektion Hannover. Aufgrund seiner Handlungen und einer augenscheinlich starken Alkoholisierung wurde der 37-Jährige von der Fahrt ausgeschlossen.
Die Bundespolizisten belehrten den Mann über den Anfangsverdacht der Straftat und überprüften seine Identität. Dabei stellten sie einen offenen Haftbefehl wegen eines Strafverfahrens aus 2025 fest. Demnach hatte ein Gericht den Mann wegen des Diebstahls mit Waffen zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt. Die Beamten nahmen den 37-Jährigen fest und führten ihn zur Wache am Ernst-August-Platz. Da er die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, musste er eine 60-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er rund zwei Stunden nach der Tat in eine Justizvollzugsanstalt transportiert. Darüber hinaus leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ein.

