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Inflation in Niedersachsen - Auswertung zeigt drastische Preissteigerungen



Inflation in Niedersachsen - Auswertung zeigt drastische Preissteigerungen

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich den Statistiker zufolge unmittelbar auf die Entwicklung der Preise aus.

von dts Nachrichtenagentur


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Die Inflationsrate in Niedersachsen ist im April 2022 bei 6,9 Prozent geblieben. Das teilte das Landesamt für Statistik am Donnerstag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit.



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Im März hatte die Inflationsrate ebenfalls auf diesem Niveau gelegen. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich den Statistiker zufolge unmittelbar auf die Entwicklung der Preise aus. Deutliche Preisanstiege gab es im April 2022 im Vergleich zum April 2021 in der Abteilung "Verkehr" (+16,3 Prozent). Die Verbraucher mussten im Vergleich zum Vorjahresmonat für Kraftstoffe mehr ausgeben (+40,9 Prozent; darunter Superbenzin: +36,1 Prozent; Dieselkraftstoff: +53,5 Prozent).



Drastische Preissteigerungen


Auch in der Abteilung "Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe" lagen die Preise mit einem Plus von 7,2 Prozent deutlich über denen des Vorjahresmonats. So erhöhten sich die Preise im Bereich Haushaltsenergie um 30,1 Prozent (darunter leichtes Heizöl: +107,9 Prozent; Erdgas: +34,3 Prozent). Die Preise für Strom stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 Prozent. Insgesamt erhöhten sich die Energiepreise um 33,9 Prozent.


Speisefette und Speiseöle


Die Inflationsrate hätte im April 2022 ohne die Berücksichtigung der Preise von Kraftstoffen und Haushaltsenergie bei 3,9 Prozent gelegen. Zudem stiegen die Preise in der Abteilung "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (+7,8 Prozent) deutlich. Spürbar teurer für die Verbraucher wurden in diesem Bereich unter anderem Speisefette und Speiseöle (+24,2 Prozent; darunter Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches: +30,5 Prozent, Butter +28,7 Prozent) sowie Gemüse (+11,1 Prozent; darunter Gurken: +28,4 Prozent). Neben der Ukraine-Krise wirkte sich die CO2-Bepreisung, die sich ab 1. Januar 2022 von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne erhöhte, weiterhin auf die Entwicklung der Energiepreise aus.

Die Strom- und Gaspreisentwicklung sei auf die verstärkt zunehmenden Tarif- und Anbieterwechsel zurückzuführen, so das Statistikamt. Die zum 1. Januar 2022 von 6,5 Cent auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde Strom gesunkene EEG-Umlage konnte den Preisanstieg im Bereich Strom nur leicht abmildern. Grundsätzlich wirkten sich die Preiserhöhungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sowie Lieferengpässe auf die gesamte Entwicklung der Verbraucherpreise aus. Insgesamt stieg das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen im April 2022 im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent.


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