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Kein traditioneller Vatertag: Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

Innenminister Boris Pistorius rechnet damit, dass sich nicht mehr überall an die geltenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehalten werde.

Die Polizei werde zum Vatertag besonders an den "Hotspots" erhöhte Präsenz zeigen. (Symbolbild)
Die Polizei werde zum Vatertag besonders an den "Hotspots" erhöhte Präsenz zeigen. (Symbolbild) Foto: Rudolf Karliczek

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21.05.2020

Region. Niedersachsens Polizei werde zum heutigen Himmelfahrts- und Vatertag in ganz Niedersachsen Kontrollen und Maßnahmen durchführen. Vor dem Hintergrund der geltenden Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie müsse dieser Feiertag anders verlaufen als in den Vorjahren. Darauf stelle die Polizei laut einer Pressemitteilung des Innenministeriums mit einem deutlich erhöhten Kräfteansatz ein.


Traditionell hätten sich in den letzten Jahren größere Gruppen von Personen im Freien getroffen. Dabei habe erheblicher Alkoholkonsum teilweise auch zu aggressiver Stimmung und zu Eskalationen geführt, bei denen die Polizei einschreiten musste. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie seien auch in diesem Jahr an vielen Orten - zum Beispiel in Parkanlagen und anderen Brennpunkten - regionale Alkoholkonsumverbote oder auch Glasflaschenverbote durch die Kommunen verfügt worden. Die Polizei stelle sich mit einem hohen Kräfteansatz darauf ein, diese Regeln zu kontrollieren. Das gelte natürlich auch - und vor allem - für die Einhaltung der Abstandsregeln.

Auch Himmelfahrt wird nicht, wie man es kennt


Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass mehr Menschen als bisher die geltenden Regelungen nicht so ernst nehmen, wie es vorgeschrieben und nach wie vor notwendig ist. Ich appelliere deshalb sehr eindringlich an die Menschen in Niedersachsen: Halten Sie sich bitte an die geltenden Abstandsregeln. Die Polizei wird auch morgen überall in Niedersachsen verstärkt präsent sein und die Kontaktbeschränkungen - gerade an den Hotspots - kontrollieren. So sehr wir uns alle auf einen freien Tag oder auch ein langes Wochenende freuen: Wie auch Ostern werden wir den Himmelfahrtstag in diesem Jahr nicht so begehen, wie wir es kennen."


Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius. Foto: Marvin König



Traditionelle Vatertagstouren müssen ausfallen


Zwar spreche nichts dagegen, sich entsprechend der geltenden Regelungen im kleinen Kreis zu treffen und mit dem nötigen Abstand spazieren zu gehen. Traditionelle Vatertagstouren mit allen Freunden seien aber in diesem Jahr nicht möglich. "Dafür bitte ich um Verständnis und appelliere an die Vernunft aller. Und ich bitte auch um Respekt für die Polizei- und Ordnungskräfte, die ohnehin schon eine undankbare Aufgabe haben, Menschen an die Regeln zu erinnern und dies an einem - für die meisten anderen - freien Tag. Ihnen gilt an dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank. Sie leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag in der erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie!", so der Innenminister.

Es wird sich nicht mehr an alle Regeln gehalten


In der Öffentlichkeit dürfen sich Personen alleine, gemeinsam mit Angehörigen des eigenen Haushalts und Angehörigen höchstens eines anderen Haushalts treffen. Von anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Auch darauf wird die Polizei achten. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Tage - vor allem der Wochenenden - stellt sich die Polizei darauf ein, dass gerade diese Abstandsregeln und Kontaktverbote in Teilen nicht mehr eingehalten werden.

Pistorius: „Seit zwei Monaten haben sich die allermeisten Menschen in unserem Land großartig verhalten, indem sie sich ganz überwiegend an die beschränkenden Maßnahmen gehalten haben. Auch ihnen ist es zu verdanken, dass uns in Niedersachsen bislang ein schlimmerer Pandemieverlauf erspart geblieben ist. Das Infektionsgeschehen ist durch diese Mithilfe positiv beeinflusst worden."


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