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Keine Rauchmelder - 17 Bewohner wurden vom Feuer überrascht

von Werner Heise


Zahlreiche Rettungswagen rückten zu dem Feuer in der Fritz-Fischer-Straße an. Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Wolfenbüttel mussten sich durch starken schwarzen Rauch kämpfen. Fotos/Video: Werner Heise Foto: Werner Heise

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21.06.2017

Wolfenbüttel. In der Nacht auf den heutigen Mittwoch kam es gegen 0.20 Uhr zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Fritz-Fischer-Straße. 17 Bewohner, unter ihnen neun Kinder, wurden dabei vom Feuer überrascht. Ein achtjähriges Mädchen erlitt eine starke Rauchgasvergiftung. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.


Rauchmelder waren nicht zu hören, als die ersten Atemschutz-Trupps der Feuerwehr das stark verrauchte Haus betraten. Im Keller des Mehrfamilienhauses war aus bislang ungeklärter Ursache ein Stromanschlusskasten in Brand geraten. "Das Feuer wurde in kürzester Zeit gelöscht", berichtet Einsatzleiter Carsten Franke vor Ort gegenüber regionalHeute.de. Vielmehr hätte sich aus dem Brand eine Rettungsdienstlage ergeben, so dass man einen "Massenanfall verletzter Personen" ausgelöst hat. Zahlreiche Rettungswagen und Notärzte aus Wolfenbüttel sowie den angrenzenden Landkreisen wurden zur Einsatzstelle alarmiert. Auf dem Schützenplatz wurde ein Sammelplatz für die Einsatzfahrzeuge eingerichtet.

17 Betroffene mussten gesichtet werden



Gleich mehrere Patienten mussten gesichtet und behandelt werden. Foto: Werner Heise



Für den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes gab es eine Menge zu koordinieren. Alle 17 betroffenen Hausbewohner mussten gesichtet und wenn nötig auf umliegende Krankenhäuser verteilt werden. Bei der Sichtung wurde in die drei Kategorien Rot, Gelb und Grün eingeteilt, wobei dies mit schwer, mittel und leicht bis gar nicht verletzt zu übersetzen sei, wie der Leitende Notarzt Klaus Konstantin von der Berufsfeuerwehr Braunschweig erklärt. Tatsächlich gab es dann das achtjährige Mädchen, welches mit rot eingestuft wurde. Neun weitere Bewohner, davon acht Kinder, galten als mittelschwer verletzt. Die restlichen sieben Personen gehörten der grünen Kategorie an, sie mussten nicht ins Krankenhaus und kamen bei Bekannten unter, so Konstantin.


Lagebesprechung bei den Einsatzkräften des Rettungsdienstes. Foto: Werner Heise


Haus polizeilich versiegelt



Das Haus in der Fritz-Fischer-Straße wurde von der Polizei für die Brandermittlung beschlagnahmt. Foto: Werner Heise


Stadtwerke stellten Strom in der Straße ab


Auch die Stadtwerke Wolfenbüttel waren mit gleich drei Dienstwagen vor Ort. Zur Sicherung musste vorübergehend der Strom in der Fritz-Fischer-Straße abgestellt und der Strom vom zerstörten Anschlusskasten genommen werden.

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