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Knapp 1.500 Schüler suchen noch einen Ausbildungsplatz



Gifhorn | Helmstedt | Wolfsburg

Knapp 1.500 Schüler suchen noch einen Ausbildungsplatz

von Eva Sorembik


Arbeitsamt Wolfsburg, Foto: Magdalena Sydow
Arbeitsamt Wolfsburg, Foto: Magdalena Sydow Foto: Magdalena Sydow

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Region. Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr. Für viele Schüler heißt es deshalb in den kommenden sieben Wochen nochmal Gas geben bei der Ausbildungsplatzsuche, denn laut Informationen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit noch 1.483 Schulabgänger in der region Wolfsburg/Helmstedt/Gifhorn ohne Ausbildungsplatz.



Viele Jugendliche haben bereits einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Es gibt aber noch genügend Schüler, die sich in den nächsten Wochen noch auf die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz machen müssen. 1.483 Bewerber in der Region Wolfsburg/Gifhorn/Helmstedt stehen derzeit - Stand 31. Mai - noch ohne Ausbildungsstelle da. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit über die Bewerber für Berufsausbildungsstellen in der Stadt Wolfsburg und den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt hervor.

Und das, obwohl es in der Region nicht an Ausbildungsstellen mangelt. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit gibt es im Einzugsgebiet Wolfsburg/Gifhorn/Helmstedt noch 1.749 nicht besetzte Ausbildungsstellen. Darunter Ausbildungsberufe wie Verkäufer, Fachverkäufer – Bäckerei, Kfz.-Mechatroniker – PKW-Technik, Kaufleute im Büromanagement und Kaufleute im Einzelhandel.

Ausbildungssuchende haben noch gute Chancen


2.505 Ausbildungssuchende haben sich insgesamt bei der Bundesagentur für Arbeit Helmstedt gemeldet, um zum 1. August eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Hiervon sind inzwischen 1.022 versorgt. Stefan Freydank, zuständig für Presse und Marketing bei der Agentur für Arbeit Helmstedt ist optimistisch, dass in den kommenden Wochen die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Ausbildungsplatz noch sinken wird.

Die Chancen auf eine Ausbildungsstelle seien aktuell so gut wie lange nicht mehr, so Freydank. Dass dennoch viele Ausbildungsplatzsuchende noch keinen Platz haben, hänge einerseits mit den Berufswünschen der jungen Berufsstarter zusammen. Von den rund 400 möglichen Ausbildungsberufen seien häufig nur 50 bekannt, da diese im Alltag oder im Freundeskreis wahrgenommen werden. „Die Berufsberater der Arbeitsagenturen arbeiten deshalb täglich daran, Alternativen zu erarbeiten und weniger bekannte Berufe in der Region in den Fokus zu rücken, da die Chancen auf eine Ausbildungsstelle natürlich deutlich steigen, wenn man durch individuelle Beratung auch Bewerbungen außerhalb der Top-10-Liste platziert oder auch nur links und rechts vom Traumjob schaut. Neben dem Bürokaufmann gibt es noch unzählige weitere Ausbildungsberufe im Büro – mehr oder weniger bekannt“. Außerdem werbe die Agentur für Arbeit aktuell bei Jugendlichen verstärkt für die duale Ausbildung. Karrierepläne lassen sich auch ohne Studium verwirklichen, zum Teil sogar deutlich schneller.

Appell an die Arbeitgeber


Aber auch Arbeitgeber sollten Nachwuchskräften verstärkt Chancen geben, die auf den ersten Blick scheinbar nicht zu den besten Kandidaten gehören, so Freydank weiter. Auch aus schwächeren Schülern könnten talentierte Praktiker werden. Es gelte, diese Talente zu entdecken und zu fördern. „Dazu haben wir in den Arbeitsagenturen unterschiedliche Instrumente: Vom theoretischen Nachhilfeunterricht bis hin zur sozialpädagogischen Betreuung während der Ausbildung.“

Schülern, die noch auf der Suche sind gibt Freydank den Tipp, sich umgehend umgehend bei der Berufsberatung zu melden. „Auch zu diesem Sommer ist noch vieles machbar und sollte es im Traumberuf nicht mehr klappen, erarbeiten wir gemeinsam Alternativen.“ Die frühen Sommerferien in diesem Jahr ergeben auch die Möglichkeit, sich persönlich im Praktikum im Unternehmen zu präsentieren.


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