Kolumne: Karate - Murmeln Folge1


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Karate-Murmeln?


Ja moin! Es ist jetzt schon ein paar Tage her, da fuhr ich am Vereinsheim eines kleinen Fußballklubs vorbei. Von dem Schild, das da so werbewirksam zur Straße hin an das Gebäude montiert war, musste ich sofort ein Foto machen, denn dort stand "Fußball-Gymnastik" und "Karate-Murmeln"! Bitte, was? Fußball-Gymnastik, darunter kann man sich ja noch irgendetwas vorstellen. Aber Karate-Murmeln? Sofort hatte ich Menschen in weißen Karate-Anzügen und mit farbigen Gürteln vor Augen, die mit einem kräftigen Fußtritt Murmeln in Löcher befördern. Albern? Natürlich. Aber man kann üblicherweise nichts für spontane Assoziationen, da ist man nun einmal ein Opfer seiner Sozialisation. Da hat der Schildermaler also ein Mal nicht aufgepasst, und schon kommt der Kolumnist auf doofe Ideen.

Dabei zeigt dieses Schild eigentlich nur, wie abwechslungsreich der Sport ist. Fußball, klar, die Nummer eins. Aber eben auch Gymnastik, Karate oder Murmeln. Oder Handball, Schwimmen, Speerwurf, Schach. Nur so als Beispiele. Sport, das ist gelebte Vielfalt. Egal, ob man selbst Sport betreibt oder "nur" zuschaut, Sport tut gut und verbindet. Und Sport ist immer wieder neu, immer wieder spannend. Deshalb berichten wir Sportredakteure darüber, deshalb lest Ihr diese Artikel so gern. Auch, weil Sport ein Stück Normalität ist in einer verrückten Zeit.

An dieser Stelle darf ich in Zukunft über die besonders bizarren Seiten des Sports schreiben, darf Meldung und Meinung vermischen, parteiisch sein, auch mal laut und unsachlich. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bitte bereits jetzt um Verzeihung, wenn ich es übertreibe oder auch mal komplett daneben liege. Ich kann nichts dafür, ich bin nur ein Opfer meiner Sozialisation. Euer

Till

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Dies ist eine Kolumne von Till Oliver Becker. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion