Krings hält inszenierte Ablenkung bei AfD-Wahl für möglich

Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) hält nicht für ausgeschlossen, dass es bei der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt zu einer inszenierten Täuschungsaktion gekommen ist.

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Günter Krings (Archiv)
Günter Krings (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) hält nicht für ausgeschlossen, dass es bei der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt zu einer inszenierten Täuschungsaktion gekommen ist. "Die Freude der Linken und anderer über die Möglichkeit, von der Vorbereitung einer hochproblematischen Links-Regierung in Berlin abzulenken, war in diesen Tagen doch zu augenfällig, um nicht auch andere Szenarien für denkbar zu halten", sagte Krings den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".


Er sprang damit dem Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz zur Seite, der eine solche Theorie in die Welt gesetzt hatte. Der AfD-Politiker Tobias Rausch hatte bei der Abstimmung zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt am Dienstag vier Stimmen mehr bekommen, als die AfD und das BSW im Parlament haben. Seither gibt es den Verdacht, dass einzelne CDU-Politiker bei der geheimen Wahl für Rausch gestimmt haben könnten. Merz hatte vor "voreiligen Schlussfolgerungen" gewarnt und von einer möglichen "False-Flag-Operation" gesprochen. Damit verdächtigte er Abgeordnete der SPD, der Grünen oder der Linken, Rausch gewählt zu haben, um die CDU als AfD-Unterstützer zu diskreditieren.

"Die Wahlen im Magdeburger Landtag lassen auch bei der CDU niemanden kalt", sagte Krings. Es erscheine allerdings "wenig seriös, wenn in Berlin nun manch Oberschlauer zu wissen glaubt, wer wie in geheimer Abstimmung votiert hat", so der CDU-Politiker weiter. "Wenn Ja-Stimmen aus der CDU-Fraktion gekommen sein sollten, wäre das inakzeptabel", so Krings.

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