Landeskirche: Neuer Propsteiverband Braunschweiger Land entsteht

Im Rahmen der Landessynode in Wolfenbüttel wurde auch bekannt, dass die Evangelische Landeskirche ein Klimaschutzkonzept aufstellen will.

Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer. Archivbild
Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer. Archivbild | Foto: Landeskirche Braunschweig/YouTube

Wolfenbüttel. Die Landeskirche Braunschweig unternimmt weitere Schritte bei der Reform ihrer Verwaltungsstrukturen. Die Landessynode hat bei ihrer jüngsten Tagung am heutigen Freitag in Wolfenbüttel einen neuen Propsteiverband Braunschweiger Land beschlossen, der die Verwaltung von 177 Kirchengemeinden in den Propsteien Braunschweig, Goslar, Helmstedt, Vorsfelde und Königslutter übernimmt. Er wird rund 100 Mitarbeitende an den Standorten Braunschweig, Helmstedt und Goslar beschäftigen. Außerdem soll er die Trägerschaft von 17 Kindertagesstätten übernehmen, in denen rund 270 Mitarbeitende tätig sind. Ziel sei es, die kirchliche Verwaltung effizienter zu gestalten, sagte der Leiter der Rechtsabteilung, Oberlandeskirchenrat Dr. Jan Lemke. Das teilt die Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.


Offen blieb die Frage, ob der Vorsitz des neuen Propsteiverband durch eine Pfarrerin oder einen Pfarrer mit einer halben Stelle wahrgenommen werden soll. Ein entsprechender Antrag, den Propst Thomas Gunkel (Goslar) ins Gespräch brachte, wurde in die synodalen Ausschüsse verwiesen, so dass darüber weiter beraten wird. Sollte eine solche Regelung geschaffen werden, müsse der Propsteiverband Salzgitter-Wolfenbüttel-Bad Harzburg entsprechend berücksichtigt werden, wie Propst Jens Höfel (Bad Harzburg) betonte.

Fördergelder für die Stelle eines Klimaschutz-Managers


Darüber hinaus will die Landeskirche dem Klimaschutz stärker Gewicht verleihen. Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer, Leiter der Finanzabteilung, informierte die Landessynode darüber, dass es gelungen sei, Fördergelder für die Stelle eines Klimaschutz-Managers zu erhalten, der in den kommenden zwei Jahren ein Klimaschutzkonzept für die Landeskirche erarbeiten soll. Dabei soll deutlich werden, wie im Raum der Kirche Treibhausgase weiter reduziert und stärker erneuerbare Energien genutzt werden können. Als wichtiges Handlungsfeld nannte Mayer unter anderem die kirchlichen Immobilien.


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