Mieten in der Region: Wohnen wird immer teurer

Mietkosten gehören zu den unumgänglichen Ausgaben, doch wie die Preise in nahezu allen Lebensbereichen, steigen auch sie immer weiter an. Das zeigt sich auch in der Region.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Region. Die Lebenshaltungskosten steigen immer weiter. Das macht sich nicht nur an der Zapfsäule, sondern auch beim Einkauf im Supermarkt bemerkbar. Und auch die Wohnkosten schlagen mit einem großen Anteil am monatlichen Budget zu Buche. Das Gefühl, das viele Menschen dabei haben, trügt nicht, denn auch die Mietpreise kennen nur eine Richtung: nach oben. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre.



Eine passende Wohnung zu finden, die obendrein auch noch bezahlbar ist, wird in Deutschland immer schwieriger. Die Inflation lag im August bei 2,9 Prozent, wie aus vorläufigen Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervorgeht. Dies schlug sich auch bei den Nettokaltmieten nieder, die 2,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat waren. Gleichzeitig fehlen in der Bundesrepublik laut dem "Baumonitor 2026" rund 1,35 Millionen Wohnungen und es werden zusätzlich zu wenig neue gebaut. Besonders in beliebten Wohnlagen und Ballungsräumen wird das Problem dieser Verknappung besonders deutlich – wer umziehen möchte oder muss, sucht oft lange nach einer neuen Bleibe.

Auch Normalverdiener leiden unter Preisentwicklung


Die Bundesregierung möchte dieser Entwicklung mit der noch zu gründenden "Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen" (WBG) entgegenwirken, doch bis sich deren mögliche Wirkung entfalten kann, müssen die Menschen auch weiterhin einen immer größeren Teil ihres Gehalts für Wohnkosten aufwenden. In Zeiten explodierender Gas- und Ölpreise sowie einer stetigen Verteuerung in allen Lebensbereichen fällt es auch Normalverdienern immer schwerer, ausreichend Geld für die Miete aufzubringen.

So ist die Lage in der Region


Der Anstieg der Mietpreise ist auch in unserer Region spürbar, wenn auch nicht überall gleich stark. Das zeigen die jüngsten Auswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie aktuelle Marktberichte großer Immobilienportale für das laufende Jahr. Erwartungsgemäß ist in der Stadt Braunschweig wie in allen Großstädten ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen: Während die Preise damals noch bei 5,49 Euro/m² lagen, liegen sie mittlerweile zwischen 9,37 Euro/m² und 10,22 Euro/m². Der dortige Wohnungsmarkt gilt als angespannt. Auch die Stadt Wolfsburg liegt mit 9,12 Euro/m² auf einem hohen Niveau. Die Stadt Salzgitter gehört mit Preisen von 6,49 Euro/m² bis 7,19 Euro/m² zwar landesweit zu den günstigsten kreisfreien Städten, verzeichnete zuletzt aber ebenfalls leichte Zuwächse.

Die Lage in Wolfenbüttel, Gifhorn und Goslar


Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es einen stetigen Aufwärtstrend; besonders in der Stadt Wolfenbüttel steigen die Preise spürbar. Sie liegen zwischen 8,60 Euro/m² (Kreis) und 9,69 Euro/m² (Stadt). In Gifhorn bezahlen Mieter 8,62 Euro/m² (Kreis) bis 9,45 Euro/m² (Stadt). Hier gibt es ein deutliches Plus von rund 5 % im Vergleich zum Vorjahr – noch höher ist der Zuwachs in Meine und Weyhausen. Der Landkreis Goslar liegt mit 7,17 Euro/m² im günstigeren Segment Niedersachsens. In der Stadt Goslar zahlt man durchschnittlich 8,90 Euro/m² – auch hier ziehen die Preise an.

Das zahlen Mieter in Helmstedt und Peine


Mieter im Landkreis Helmstedt leben mit durchschnittlich 7,33 Euro/m² im Vergleich zu anderen Regionen zwar relativ günstig, doch auch hier ist der Mietpreisanstieg deutlich spürbar – im Jahr 2010 lagen die Preise noch bei 4,86 Euro/m². Dennoch liegt der Landkreis unter dem Landesdurchschnitt. Im Landkreis Peine gibt es eine moderate Steigerung, die sich preislich zwischen Salzgitter und dem Umland Hannovers orientiert. Hier liegen die Preise zwischen 7,80 Euro/m² und 8,40 Euro/m².