Region. Es dürfte nach all dem Grusel der größte Schock zu Halloween gewesen sein: Nach den Feiern am vergangenen Samstag, bei denen Kinder auch in unserer Region von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten einzusammeln, wurden plötzlich immer mehr Fälle bekannt, bei denen die verteilten Bonbons und Schokoriegel mit Nadeln, Nägeln oder Draht manipuliert waren. Auch in der Region Braunschweig kam es zu mehreren solchen Fällen. Aber was steckt dahinter?
In Othfresen (Landkreis Goslar) hatte ein Junge Draht in einem Schokoriegel festgestellt. In Salzgitter-Bad hatte eine Betroffene eine Nadel in einem Schokoriegel entdeckt. Auch in Gifhorn gab es einen bestätigten Fall. Dort hatte ein Junge seine an Halloween gesammelten Süßigkeiten geprüft und entdeckte dabei Fremdkörper in Weingummis und Schokoriegeln. In Wolfsburg hatte ein Junge derweil die Beute seiner kleinen Schwester genauer unter die Lupe genommen. Er fand dabei Nägel in Kaubonbons. Bundesweit gab es diese Woche solche Fälle zu vermelden. Laut Bild-Zeitung sollen es 80 Fälle gewesen sein.
Fünf bekannte Fälle in der Region
Auf Nachfrage von regionalHeute.de bestätigte die Polizeidirektion Braunschweig, die für die Polizeiinspektionen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel und Wolfsburg/Helmstedt zuständig ist, dass in ihrem Bereich derzeit fünf Fälle bekannt sind und zur Anzeige gebracht worden – je ein Fall in Goslar, Salzgitter und Gifhorn und zwei Fälle in Wolfsburg. Ein weiterer möglicher Fall aus Frellstedt im Landkreis Helmstedt war zum Zeitpunkt unserer Anfrage noch nicht bestätigt.
Es war das erste Mal, dass derart viele ähnliche Fälle rund um Halloween gemeldet wurden. Die Polizeidirektion erklärt, dass es eine Serie dieser Art bislang noch nicht gegeben habe. Eine "Häufung gleichgelagerter Fälle in den vergangenen Jahren ist hier nicht bekannt", heißt es aus der Pressestelle der Polizei.
Polizei Braunschweig ermittelt zu den Fällen
Bundesweit berichten Medien darüber, dass ein Trend aus der Kurzvideoplattform Tiktok den Anstoß für diese Welle an manipulierten Süßigkeiten gegeben haben könnte. Das können die Braunschweiger Ermittler so zumindest noch nicht bestätigen. Aus der Polizeidirektion heißt es auf Anfrage von regionalHeute.de: "Ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gibt oder worin die Ursache dieser Taten liegt, ist Bestandteil der Ermittlungen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann dazu keine Aussage getroffen werden."
Für alle, die ihre gesammelten Schokoriegel und Bonbons noch nicht aufgegessen haben und sich unsicher sind, gilt deshalb der Tipp, den verschiedene Polizeiinspektionen aus der Region, aber auch deutschlandweit, derzeit ungefähr so geben: Prüft die an Halloween gesammelten Süßigkeiten diesmal vor dem Verzehr genau! Achtet dabei auf mögliche Beschädigungen und Auffälligkeiten an der Verpackung!

