Leiferde. Große Freude im Artenschutzzentrum Leiferde: Beim Storchenpaar Fridolin und Mai ist der erste Nachwuchs angekommen. Wie das Artenschutzzentrum berichtet, sind die beiden Küken vermutlich am vergangenen Wochenende geschlüpft.
„Fridolin kam zum Nest geflogen, und wir konnten kurz beobachten, wie er fütterte. Doch lange dauerte das nicht – bei der Kälte und Nässe wurden die Kleinen schnell wieder unter die schützenden Federn genommen, damit sie es schön warm haben“, berichtet Leiterin Bärbel Rogoschik auf der Homepage des Artenschutzzentrums.
Weiterer Nachwuchs erwartet
Auch wenn das Wetter am Wochenende eher ungemütlich war und die Jungstörche bei Regen und kalten Temperaturen schlüpften, bringe das Wetter einen Vorteil mit sich, erklärt Bärbel Rogoschik. In der feuchten Erde finden die Storcheneltern reichlich Nahrung wie Regenwürmer und Schnecken. Gerade in den ersten beiden Lebenswochen sei das entscheidend, damit die Jungtiere gut heranwachsen können.
Die beiden Jungstörche sollen nicht die einzigen bleiben, vermutet das Team aus dem Artenschutzzentrum. Es sei durchaus wahrscheinlich, dass in der nächsten Zeit eventuell noch weitere Jungstörche folgen könnten.
„Wir freuen uns riesig“, berichtet Rogoschik, „dann haben die Besuchenden des Storchenfestes am kommenden Sonntag, den 26. April, die Möglichkeit auf ihrem Handy, per Webcam oder bei der Kuchenauswahl im Seminarraum am Bildschirm mitzuverfolgen, wie die Elterntiere Fridolin und Mai ihre kleinen Störche versorgen“.
Auch in den beiden anderen Nestern auf dem Gelände wird in Kürze Nachwuchs erwartet. Für die Storcheneltern beginnt damit eine intensive Phase, in der sie unermüdlich Nahrung für ihre Jungen beschaffen müssen.
Parallel zu den Vorbereitungen für das Storchenfest hat am Wochenende auch die Jungvogelsaison im Artenschutzzentrum begonnen. Erste junge Amseln wurden bereits abgegeben und müssen nun regelmäßig, teilweise stündlich, versorgt werden.
Blick ins Stochennest
Wer es am 26. April nicht zum Storchenfest schafft, hat dennoch die Möglichkeit, das Zentrum im Sommer täglich zwischen 9 und 18 Uhr zu besuchen. Mit etwas Glück lassen sich die Jungstörche direkt vor Ort – etwa mit einem Fernglas oder der eigenen Kamera – beobachten. Mitglieder des NABU sowie des Förderkreises erhalten freien Eintritt, während für Erwachsene 4 Euro und für Kinder 2 Euro berechnet werden. Alternativ kann das Geschehen wie jedes Jahr bequem über die Webcam des NABU-Artenschutzzentrums verfolgt werden.

