Naturschützer unterstützen, nicht zur Kasse bitten


BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum. Foto: Thorsten Raedlein
BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum. Foto: Thorsten Raedlein | Foto: T. Raedlein

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen



Braunschweig. Die BIBS fordert die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) auf, im Naturschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich zur Kasse zu bitten, so die Bürger Initiative Braunschweig (BIBS) in einer Mitteilung. Anlässlich des Waldtages am 12. Juni sei bekannt geworden, dass Natur- und Umweltschützer 300.000 Euro für ein "Urwald"-Projekt an die SBK zahlen sollen.

Es gehe um ein rund 13 ha großes Waldgebiet zwischen Hondelage und Bevenrode, welches "in Ruhe gelassen" werden solle. Dafür berechne die SBK nun für sich eine Entschädigung als "Kosten des Nutzungsverzichts".

Dazu erklärt BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum: "Es kann nicht angehen, dass die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ihren ureigensten Aufgaben zur Bewahrung alter Wälder sowie dem Schutz der Natur (seltene Tiere und
Pflanzenwelt) nicht nur nicht nachkommt, sondern daraus auch noch ein Geschäft zu machen versucht."

Die BIBS-Fraktion fordert von der SBK, ihren Aufgaben im Rahmen des Schutzes ihrer Wälder allgemein und im konkreten Fall dem sogenannten Urwald-Projekt selbstverständlich aus Stiftungsmitteln nachzukommen und darüber hinaus den ehrenamtlichen Naturschutzvereinen sowie den umweltengagierten Bürgerinnen und Bürgern ggf. auch die dafür entstehenden Ausgaben zu erstatten.