Goslar. Der Landkreis Goslar liegt aktuell vollständig in einer Handelsrestriktionszone für Wiederkäuer. Grund hierfür ist der erste Nachweis des Typs 8 der Blauzungenkrankheit (BTV-8) in Niedersachsen, der in einer Rinderhaltung im Nachbarlandkreis Göttingen erfolgt ist. Darüber informiert der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung.
Nach den Vorgaben der Europäischen Union muss um den Ausbruchsbetrieb eine Handelsrestriktionszone mit einem Radius von 150 Kilometern eingerichtet werden. Mehrere niedersächsische Landkreise liegen nun ganz oder zum Teil innerhalb dieser Zone, die sich nordwärts bis in die Gegend von Uelzen und Fallingbostel erstreckt. Detaillierte Informationen zur Restriktionszone hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) über eine Karte veröffentlicht, die hier einsehbar ist.
Wer ist betroffen?
Betroffen sind Tierhalterinnen und Tierhalter von Rindern, Schafen, Ziegen, Lamas, Alpakas und Kamelen. Für sie gelten Einschränkungen, wenn Tiere aus der Zone heraus in noch BTV-8-freie Gebiete innerhalb Deutschlands oder in andere EU-Mitgliedstaaten verbracht werden sollen. BTV-8 zirkuliert in Süd- und Südosteuropa, vor allem aber in Frankreich und zuletzt auch wieder in der Schweiz.
Tierhaltern wird dringend empfohlen, empfängliche Tiere gegen das Blauzungenvirus Serotyp 3 und zusätzlich auch Serotyp 8 impfen zu lassen. Informationen zur Blauzungenkrankheit stellt das LAVES unter https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/ zur Verfügung. Bei Fragen kann zudem das Veterinäramt des Landkreises Goslar unter der E-Mailadresse veterinaerwesen@landkreis-goslar.de oder telefonisch unter 05321 700-800 kontaktiert werden.
Verdachtsfälle sofort melden
Verdachtsfälle der Blauzungenkrankheit im Landkreis Goslar müssen umgehend beim hiesigen Veterinäramt gemeldet werden, auch hierfür können die angegebenen Kontaktdaten genutzt werden.

