Region. Ende Februar dieses Jahres berichtete die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dass man beabsichtige, an der B1 zwischen Cremlingen und Königslutter 45 neue Bäume zu pflanzen. Damit sollten Lücken geschlossen werden, die in den vergangenen Jahren durch die Fällung kranker oder beschädigter Bäume entstanden seien. Nun erreichte unsere Redaktion der Hinweis eines Lesers, dass von den neuen Bäumen schon zahlreiche vertrocknet seien. Wir fragten bei der Landesbehörde nach.
Im Februar hatte es geheißen, dass man jeweils 15 Winterlinden, Stieleichen und Spitzahorne pflanzen wolle. Durch die Mischung verschiedener Baumarten solle das Risiko verringert werden, dass ganze Baumreihen durch Krankheiten oder Schädlinge geschädigt werden. Doch ist jetzt genau das passiert?
Erst im Frühjahr Gewissheit
Die Landesbehörde bestätigt auf Anfrage, dass es ein Problem gibt, allerdings im überschaubaren Ausmaß. Von den insgesamt 45 gepflanzten Bäumen seien fünf betroffen. "Fünf der gepflanzten Eichen befinden sich bereits in einem unbelaubten beziehungsweise wenig belaubten Zustand. Ob die betroffenen Eichen tatsächlich absterben, lässt sich erst im kommenden Frühjahr nach dem Laubaustrieb zuverlässig beurteilen", berichtet Christina Rochlitz vom Geschäftsbereich Wolfenbüttel der Landesbehörde.
Die betroffenen Eichenhochstämme seien trotz Pflege und Wässerung vom Splintkäfer befallen. Der Larvenfraß führe zur Unterbrechung der Leitgefäße, somit werde der Baum enorm geschwächt und es könne im schlimmsten Fall zum Absterben führen.
Gewährleistung läuft noch
Sollte es dazu kommen, würden die Bäume aber schnell ersetzt. Denn die ausführende Firma befinde sich noch in der Gewährleistung. "Sollte einer oder mehrere der Bäume absterben, ist die Firma verpflichtet, diese zu ersetzen. Eine entsprechende Ersatzpflanzung würde dann im kommenden Frühjahr durch den Auftragnehmer erfolgen", so Christina Rochlitz abschließend.

