Hannover. Niedersachsen will die medizinische Versorgung für Menschen mit schwerem chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) weiter verbessern. Das teilte Sozialminister Andreas Philippi in einer Rede mit, in der er bestehende Anstrengungen des Landes zusammenfasste und neue Pläne vorstellte.
Unter anderem sollen niedrigschwellige Anlaufstellen in ländlichen Regionen entstehen, um spezialisierte Hilfe auch für schwer erkrankte, mobilitätseingeschränkte Patienten besser erreichbar zu machen.
Bereits eingerichtet wurden spezialisierte Ambulanzen an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Göttingen, die als interdisziplinäre Anlaufstellen für besonders schwer Betroffene dienen. Zudem wird mit der sogenannten ACCESS-Studie an der MHH erforscht, wie bettlägerigen Erkrankten eine Versorgungsperspektive eröffnet werden kann.
Die Fortbildung für Ärzte wurde ausgeweitet, um Diagnostik und Behandlung flächendeckend zu stärken.
Philippi verwies auch auf die 'Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen' des Bundes, die erhebliche Fördermittel bereitstelle und neue Perspektiven für Niedersachsen eröffne. Die Landesregierung unterstützt einen entsprechenden Entschließungsantrag der Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Landtag und will die Umsetzung der darin enthaltenen Ziele aktiv vorantreiben.
Niedersachsen baut Versorgung für Fatigue-Erkrankte aus
Niedersachsen will die medizinische Versorgung für Menschen mit schwerem chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) weiter verbessern.
Kampagnenplakat des Bundesgesundheitsministeriums (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

