Note mangelhaft: So marode sind die Polizei-Gebäude in der Region

Es herrscht Sanierungsbedarf bei allen 31 landeseigenen Immobilien. Mehr als 52 Millionen Euro an Investitionen sind nötig.

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Nicht nur die Gebäude bei der Zentrale der Polizeidirektion Braunschweig in der Friedrich-Voigtländer-Straße müssen saniert werden (Archivbild).
Nicht nur die Gebäude bei der Zentrale der Polizeidirektion Braunschweig in der Friedrich-Voigtländer-Straße müssen saniert werden (Archivbild). | Foto: Aktuell24(BM)

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Braunschweig. Einige Gebäude der Polizeidirektion Braunschweig sind offensichtlich ganz schön in die Jahre gekommen. Dem Hauptsitz in der Friedrich-Voigtländer-Straße ist das jedenfalls schon teilweise von außen anzusehen. Nun bestätigt die Polizei aber auf Nachfrage von regionalHeute.de: Alle Liegenschaften der Polizeidirektion, die neben Braunschweig auch Wolfsburg, Gifhorn, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar abdeckt, sind mehr oder weniger sanierungsbedürftig.



Ein Beispiel, das die polizeiliche Bau-Misere etwas veranschaulicht: Die Braunschweiger Beamten können derzeit ihren Schießübungen nicht in der Raumschießanlage am Hauptsitz in Gliesmarode nachgehen. Der Schießstand sei derzeit außer Betrieb. "Ursächlich hierfür sind Mängel an der Baukonstruktion und den technischen Anlagen", bestätigt die Polizei auf Nachfrage von regionalHeute.de

Braunschweiger Polizisten müssen fürs Schießtraining ausweichen


Um ihre Trainingsschüsse abzufeuern, weichen die Polizisten "zur bestmöglichen Kompensagtion" auf andere "polizeiliche Raumschießanlagen im Geschäftsbereich der Polizeidirektion Braunschweig" aus, erklärt ein Sprecher der PD. Es sei geplant, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen baldmöglichst durchzuführen. Mit einer Wiederinbetriebnahme der Raumschießanlage in Braunschweig rechnet die Polizei aktuell zeitig im nächsten Jahr.

Ein anderes Beispiel ist das Gebäude der Reiterstaffel, das im vergangenen Winter zeitweise nicht mehr genutzt werden konnte, weil zu viel Schnee auf dem Dach lag. Mehr lesen Sie in dem Artikel "Reiterstaffel der Polizei: Ist der Standort Braunschweig in Gefahr?".

Die Immobilien der Gesetzeshüter der Region, sie sind nicht mehr up to date. So viel steht fest. Der Polizeisprecher bestätigt: "Ein mehr oder weniger umfangreicher Sanierungsbedarf besteht für alle 31 landeseigenen Liegenschaften der Polizeidirektion Braunschweig." Das Gesamtvolumen der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen belaufe sich demnach auf rund 52,3 Millionen Euro. Dabei ragt die Liegenschaft am Hauptsitz in der Friedrich-Voigtländer-Straße 41 mit einem Volumen in Höhe von rund 11,2 Millionen Euro heraus.

Investitionsoffensive soll für Sanierung sorgen


Der Polizeisprecher erklärt weiter: Die Landesregierung habe sich das Ziel gesetzt, den in den vergangenen Jahrzehnten aufgebauten Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden schrittweise abzubauen. Eine Investitionsoffensive soll es richten. Im vergangenen Sommer hat die Regierung in Hannover "das größte Investitions- und Kommunalstärkungspaket in der Geschichte des Landes auf den Weg gebracht. Insgesamt sollen in diesem und in den kommenden Jahren daraus rund 14,45 Milliarden Euro zusätzlich zu den bereits geplanten Investitionen mobilisiert werden.

Unter anderem soll damit auch der Stau bei der Durchsanierung von Landesliegenschaften wie der Polizei weiter abgetragen werden", heißt es vonseiten der Polizeidirektion Braunschweig. Wann genau und bei welchen Gebäuden konkret – außer bei der Raumschießanlage – die ersten Sanierungsarbeiten beginnen, ist allerdings noch unklar.

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