Arbeitsmarktbericht: Kurzarbeit steigt weiter an

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind auf dem Arbeitsmarkt zu spüren, obwohl eine gewisse Beruhigung der Lage zu verzeichnen ist.

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Symbolbild. | Foto: pixabay

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Peine/Hildesheim. Die Arbeitslosenzahlen sind im Mai aufgrund der Corona-Pandemie und Ihrer Folgen erwartungsgemäß weiter gestiegen. Insgesamt waren 13.916 Frauen und Männer im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das waren 626 Personen (+4,7 Prozent) mehr als im April dieses Jahres und +2.047 (+17,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent (Vorjahresmonat 5,4 Prozent). Insgesamt hat sich jedoch die Dynamik im Vergleich zum Vormonat von 10 Prozent auf 4,4 Prozent etwas abgeschwächt. Schwerpunkte der Corona-Auswirkungen ist nach wie vor die Kurzarbeit. Dies berichtet die Agentur für Arbeit Hildesheim.


Kurzarbeit



In Folge der Krise haben seit März (Stichtag: 27. Mai) insgesamt 3.480 Unternehmen aus dem Agenturbezirk Hildesheim Kurzarbeit angezeigt (Vorjahr: 16 Anzeigen). Die Anzahl der Beschäftigten, welche voraussichtlich von einem Arbeitsausfall betroffen sind, liegt in diesen Anzeigen bei maximal 40.456 Personen (Vorjahr: 261 Personen). „Die hohe Menge von Anzeigen auf Kurzarbeitergeld zeigt deutlich, wie sehr die Betriebe und Unternehmen bemüht sind, Ihr Personal zu halten und somit Ihren Fachkräftebedarf für die Zukunft zu sichern“, erklärt Stefan Othmer, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Hildesheim. „Die Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsagentur leisten durch die möglichst zügige Bearbeitung der nachfolgenden Anträge auf Kurzarbeit Ihren Beitrag dazu“, ergänzt Othmer. Voraussetzung dafür sei aber die Einreichung vollständiger Unterlagen.


Die Anzeigen auf Kurzarbeitergeld ziehen sich durch fast alle Branchen. Besonders betroffen ist der Einzelhandel (371 Anzeigen), die Gastronomie (344 Anzeigen), das verarbeitende Gewerbe (373 Anzeigen), das Gesundheitswesen (367 Anzeigen) und das Baugewerbe (354 Anzeigen).
Im Landkreis Hildesheim ergaben für diesen Zeitraum 2.481 Anzeigen auf Kurzarbeit mit maximal 28.846 voraussichtlich betroffenen Beschäftigten und für den Landkreis Peine 999 Anzeigen von Unternehmen mit maximal 11.610 Beschäftigten.
„Wie hoch die Anzahl der Unternehmen und Beschäftigten, die in diesem Zeitraum tatsächlich in Kurzarbeit gegangen sind und entsprechende Anträge gestellt haben, werden die nächsten Monate zeigen“, erläutert Othmer die Zahlen.

Ausbildungsmarkt


Auf dem Ausbildungsmarkt sind ebenfalls langsam die Auswirkungen der Corona- Pandemie zu spüren. Im Mai standen seit Beginn des Berichtsjahres 1.872 gemeldete Ausbildungsstellen (-242, oder -11,4 Prozent in 2019) insgesamt 2.035 gemeldeten Bewerber/innen (-439 oder -17,7 Prozent in 2019) gegenüber.
Derzeit stehen noch 1.135 (-30) offene Ausbildungsstellen 1.093 (-30) unversorgten Bewerbern gegenüber.