Wie geht es weiter in der Burgschulsporthalle?


Die Halle wird bis auf weiteres gesperrt bleiben. Symbolfoto: regionalHeute.de
Die Halle wird bis auf weiteres gesperrt bleiben. Symbolfoto: regionalHeute.de | Foto: Frank Vollmer

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Peine. Die Stadt möchte im Interesse aller Beteiligten Transparenz und Klarheit herstellen und erläutern, was in der Burgschulhalle derzeit geschieht. Der Schulleiter und die Vorsitzende des Schulelternrates wurden am Freitag persönlich über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen unterrichtet. Es ist das Ziel, eventuell nicht erkannte Belastungsquellen und bislang nicht eindeutig ermittelten Ursachen von Geruchsbelästigungen systematisch auf den Grund zu gehen. Das teilt die Stadt Peine in einer Pressemitteilung mit.


Die kleine Sporthalle der Burgschule ist gesperrt. Welche Maßnahmen hat die Stadt danach eingeleitet?

Es wurde ein zertifizierter Gutachter und begleitend das Gesundheitsamt des Landkreises Peine eingeschaltet. In mehreren Schritten werden Raumluftmessungen und weitergehende Untersuchungen durchgeführt. Zuerst erfolgten Raumluftmessungen in beiden Sporthallen sowie allen Sanitär- und Nebenräumen des Gebäudekomplexes. Die Bauten stammen aus drei unterschiedlichen Bauphasen (1920, 1969 und 1983) und begleitend soll unter anderem auch geprüft werden, ob sich daraus Erkenntnisse ableiten lassen.

Wie laufen die Maßnahmen im Einzelnen ab?

Geplant ist die Erstellung mehrerer Messreihen, zwischen denen einzelne Maßnahmen durchgeführt werden. Die Zwischenergebnisse der Messreihen werden dann verglichen, um zu ermitteln, welche Wirkungen die jeweiligen Maßnahmen zeigen. Die erste Messreihe hat der Sachverständige im Zustand des alltäglichen Gebrauchs durchgeführt. Dabei wurden in allen Räumen separat Proben genommen. Konkret werden in der Luft schwebende Partikel in einem genau definierten Verfahren gesammelt und dann ersten Auswertungen unterzogen. Zunächst wird die Menge unterschiedlicher Sporen ermittelt und nach Arten klassifiziert. Parallel wird solch eine Probe auch von der Außenluft genommen und in gleicher Weise analysiert. Dann stellt man fest, ob und in welchen Räumen esgegebenenfalls auffällige Abweichungen zwischen Innen- und Außenluft gibt.

Grundreinigung als erste Maßnahme


Für Räume, in denen auffällige Abweichungen zwischen Innen- und Außenluftprobe ermittelt werden, ist als erste Maßnahme eine Grundreinigung und danach eine zweite Messreihe der Raumluft erfolgt. Aus dem Vergleich der Messreihen untereinander werden weitere Schritte abgeleitet, um denkbare Ursachen für die Geruchsbelästigung und Messergebnisse zu finden und nach Möglichkeit einzugrenzen. Nach jedem Schritt werden bei Bedarf erneut Messreihen erfolgen, um aus den Vergleichen Ursachen und Wirkungen zu beurteilen.


Parallel werden im Filter gesammelten Sporenarten, die nicht direkt unter dem Mikroskop abschließend beurteilt werden können, einer mikrobiologischen Untersuchung zugeführt. Das heißt, sie werden im Labor auf Nährböden aufgebracht und es werden Kulturen angelegt, die über einen längeren Zeitraum beobachtet und analysiert werden. Die jeweiligen Zwischenergebnisse werden dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt und von dort umweltmedizinisch begleitet und bewertet.

Wo steht man jetzt und wie geht es weiter?

Der Sachverständige hatder Stadt nach den ersten Zwischenergebnissen empfohlen, die kleine Sporthalle und den direkt mit ihr verbundenen Geräteraum in den Fokus der weiteren Maßnahmen zu stellen. Das betrifft also im Prinzip den ältesten Sporthallenteil und die Konstruktionen aus dem Jahr 1920.Derzeit wird dort schwerpunktmäßig der Kriechkeller und seine Verbindungen zur Sporthalle, aber auch der Dachraum und die Lüftungsanlage betrachtet.

Die Halle bleibt vorerst geschlossen


Die nach der Grundreinigung erfolgte Messung hat wesentlich verbesserte Ergebnisse hervorgebracht. Diese gilt es, als Grundlage für die nächsten Schritte zu nehmen. Als nächster Schritt werden Randabdichtungen im Fußbodenbereich und an Durchlässen vorgenommen. Nach diesen Maßnahmen wird es dann weitere vergleichende Raumluftmessungen geben. Diese Maßnahmen werden auch vom Landesgesundheitsamt empfohlen. Die Halle wird also bis auf weiteres gesperrt bleiben, schon aus dem Grunde, weil ansonsten bei laufendem Sportbetrieb keine aussagekräftigen Vergleichsmessungen möglich wären.

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