Region. Sogenannte Superfoods sind – im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne – in aller Munde. Lebensmittel mit vermeintlich besonders wertvollen Inhaltsstoffen liegen voll im Trend und sind oft auch eines – nämlich besonders teuer. Dabei wachsen Superfoods direkt vor unserer Haustür. Und einem besonderen Superfood ist der heutige Tag gewidmet: Denn alljährlich am 22. Oktober ist Nuss-Tag.
Kuriose Feier- und Gedenktage gibt es wie Sand am Meer und in diese Auflistung reiht sich auch der heutige Tag der Nuss ein. Der "National Nut Day" wird vor allem in Großbritannien zelebriert, doch auch hierzulande lohnt sich heute ein genauerer Blick auf die leckeren Knabbereien, denn so klein Nüsse auch sind – sie können sich zu Recht als echtes Superfood bezeichnen. Studien zeigen: Schon eine Handvoll Nüsse am Tag kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken.
Alternative zu Trend-Lebensmitteln
Wer die volle Ladung wertvoller Inhaltsstoffe möchte, muss dafür nicht auf Trend-Lebensmittel wie Matcha oder Quinoa zurückgreifen, die nicht nur hochpreisig, sondern meist auch weit gereist sind. Auch heimische Nusssorten wie Walnüsse oder Haselnüsse haben eine ganze Menge zu bieten und noch dazu jetzt im Herbst ihre Hochsaison. Nüsse stecken voller lebenswichtiger Vitamine, Mineralstoffe und gesunder, ungesättigter Fettsäuren.
So viel Power steckt in Nüssen
Nicht umsonst sieht der Walnusskern wie ein kleines Gehirn aus – seine Inhaltsstoffe kurbeln auch nachweislich die Konzentration an und schützen unsere Zellen. Vitamin E und Polyphenole fangen freie Radikale ab und wirken entzündungshemmend. Zudem machen Walnüsse dank Fetten, Proteinen und Ballaststoffen lang anhaltend satt und können so Heißhungerattacken verhindern. Sie senken auch das Cholesterin und können den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Zusätzlich halten Omega-3-Fettsäuren Blutgefäße elastisch, senken den Blutdruck und schützen das Herz.
Auch Haselnüsse haben ganz ähnliche positive Eigenschaften. Sie liefern zusätzlich wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Eisen, die Knochen stärken und den Sauerstofftransport im Blut unterstützen. Doch Achtung – egal, für welche Nusssorte man sich entscheidet: Sie enthalten allesamt viele Kalorien und sollten daher der Figur zuliebe nicht in großen Mengen gegessen werden.
Das sollte man beim Sammeln beachten
Zugegeben – so sonnenverwöhnt wie der vergangene Sommer zeigt sich der Herbst bislang in der Region nicht. Doch auch jetzt im Oktober gibt es zwischen Regen, Wind und Nebel durchaus noch sonnige Abschnitte, die sich anbieten, um bei einem Spaziergang nach Nüssen Ausschau zu halten. Grundsätzlich ist das Sammeln erlaubt, doch es sollten dabei einige Regeln beachtet werden. Wie bei Beeren, Pilzen und Kräutern gilt auch hier die sogenannte "Handstraußregel": Gesammelt werden darf nur für den Eigenbedarf und ausschließlich auf öffentlichen Flächen – private Gärten sind tabu. Man darf nur Nüsse aufsammeln, die bereits reif vom Baum gefallen sind und sollte pfleglich mit den Bäumen umgehen. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln nicht erlaubt.

