Peine. Wie soll das Klinikum Peine in Zukunft aussehen? Immer deutlicher zeichnet sich eine Übernahme des Kreises ab. Nachdem im Kreis die politischen Weichen für eine Übernahme des Klinikums beschlossen wurden, machte vergangene Woche der Gläubigerausschuss den Weg für einen Weiterbetrieb des Klinikums frei. Nun äußert sich die Gewerkschaft ver.di zu den Plänen für die Zukunft des Klinikums. In einer Pressemitteilung fordert ver.di die Einrichtung eines Aufsichtsrates, eine direkte Beteiligung der Angestellten im Aufsichtsrat und eine schnelle Lösung für Management und Partner des zukünftigen Klinikums.
Gewerkschaftssekretär Bruno Gerkens fordert:
„Die Weichen für das Klinikum Peine können jetzt gestellt werden. Wenn der Kreis übernimmt, ist vor allen Dingen die Einrichtung eines Aufsichtsrates und eine umfassende Beteiligung der Beschäftigten wichtig. Eine Situation wie in Celle, bei der die Beschäftigten noch nicht einmal Stimmrecht im Aufsichtsrat haben, darf es nicht nochmal geben. Wir erwarten mindestens eine Drittelbeteiligung der Beschäftigten im Aufsichtsrat. Besser natürlich mehr!“
Betriebsratsvorsitzende Christine Leckelt:
„Ohne Zweifel sind wir auf dem richtigen Weg. Aber wir stehen auch vor großen Aufgaben. Der Kreis muss möglichst schnell eine Herkulesaufgabe vollbringen. Schnell ein fähiges Management finden, zahlreiche offene Chefarztposten besetzen und Mittel beim Land für Investitionen auftreiben. In der Vergangenheit ist viel versäumt worden. Das müssen wir aufholen.“
Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Markus Ritter fügt hinzu:
„Es wird ein Kraftakt, das Haus auf neue Beine zu stellen, aber nötig. Das ist ein Weg, den die Beschäftigten mitgestalten wollen. Der Kontakt zum Kreis ist dabei sehr eng und wir hoffen, dass es dabei bleibt. Wichtig ist nach wie vor, dass wir uns bemühen, Partner ins Boot holen, die den Kreis mit dem nötigen Know-How beim Neuanfang mit dem Klinikum unterstützen.“
Zuletzt wurde der katholische Elisabeth Vinzenz Verbund als möglicher Partner gehandelt. Zurzeit laufen die Gespräche.

