Philippi sichert pflegenden Angehörigen in Hannover Unterstützung zu

Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi hat den pflegenden Angehörigen im Land die Unterstützung der Landesregierung zugesichert.

von


Frau sitzt in einem Rollstuhl im Pflegeheim (Archiv)
Frau sitzt in einem Rollstuhl im Pflegeheim (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Hannover. Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi hat den pflegenden Angehörigen im Land die Unterstützung der Landesregierung zugesichert. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung mit.


Anlässlich der zweiten Woche der pflegenden Angehörigen unter dem Motto "Wer pflegt dich?" wies Philippi auf die Situation der rund 85 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen hin, die zu Hause gepflegt werden, meist durch Angehörige. Der Minister appellierte an die Bundesregierung, bei den anstehenden Pflegereformen die Interessen der pflegenden Angehörigen stärker zu berücksichtigen. Bei einer Auftaktveranstaltung am Montag in Hannover sagte er: "Das Land Niedersachsen setzt sich seit Beginn der Beratungen und auch weiterhin für eine zukunftsfähige, aber auch sozial gerechte Ausgestaltung der Pflegereform ein."

Er versprach, das Land stehe an der Seite der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen. Philippi erinnerte an den 10-Punkte-Plan der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), der die Unterstützung pflegender Angehöriger als Schwerpunktthema vorsehe. Niedersachsen setzt unter anderem auf den Ausbau der Kurzzeitpflege, um Angehörige in Krisenzeiten zu entlasten.

Gemeinsam mit den Pflegekassen stellt das Land Fördermittel bereit, um neue Strukturen in Quartieren und Kommunen zu entwickeln. Zwei erste gemeinsame Modellvorhaben sind am 1. September in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim gestartet.

Darüber hinaus hat das Land die Angebote zur Unterstützung im Alltag (AZUA) gestärkt. Philippi sagte: "Liebe pflegende An- und Zugehörige, Sie sind die stillen Stützen unseres Sozialsystems und zugleich eine der am wenigsten wahrgenommenen Gruppen in unserer Gesellschaft. Die jährliche Woche der pflegenden Angehörigen ist hier ein starkes Signal. Als Sozialminister sage ich Ihnen: Sie werden gesehen und Sie werden gehört."