Braunschweig. Nach dem angekündigten Produktionsende beim Hofbrauhaus Wolters zum 31. Dezember 2026 fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen neuen Anlauf für den Erhalt des Brauereistandorts. Die Gewerkschaft unterstützt dabei auch Überlegungen zu einem genossenschaftlichen Modell.
Die NGG gibt sich mit der geplanten Abwicklung des traditionsreichen Standorts nicht zufrieden. „Die Schließung der Produktion in Braunschweig ist kein Naturgesetz, sondern zunächst einmal nur eine Entscheidung“, erklärt die NGG-Region Südostniedersachsen. „Wir stehen vor dem Verlust von rund 90 wertvollen Industriearbeitsplätzen und einem beispiellosen Identitätsverlust für unsere Stadt. Aber es gibt einen Restfunken an Hoffnung.“
Unterstützung für Initiativen zum Erhalt
Die Gewerkschaft verweist auf mehrere Initiativen, die sich für den Erhalt von Wolters einsetzen. Dazu gehören „Rettet Wolters“, die Online-Petition „Rettet mit uns das Hofbrauhaus Wolters“ sowie die Initiative „Wolters retten“. Nach Angaben der NGG haben sich bislang fast 18.000 Menschen mit ihrer Unterschrift für den Erhalt ausgesprochen. Über zwei Genossenschaftsplattformen seien zudem freiwillige Zusagen über insgesamt 560.000 Euro eingegangen.
Die NGG unterstützt insbesondere die Überlegungen, Bürger und regionale Unternehmen über eine Genossenschaft am Standort zu beteiligen. Ziel wäre nach den Vorstellungen der Gewerkschaft ein verkleinerter Produktionsbetrieb, der weiterhin regionales Wolters-Bier in Braunschweig herstellen könnte.
NGG bietet Gespräche über Tarifmodelle an
Auch bei den Arbeitsbedingungen signalisiert die Gewerkschaft Gesprächsbereitschaft. „Als NGG signalisieren wir unsere Bereitschaft, gemeinsam mit den Geschäftsführern der TCB und dem Betriebsrat innovative und standortsichernde Tarifmodelle für die Startphase einer solchen Genossenschaft auszuhandeln, um das wirtschaftliche Risiko zu minimieren und gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen zu garantieren, zumindest für einen Teil der Kolleg*innen bei Wolters“, so NGG-Geschäftsführerin Katja Derer.
Nach den Vorstellungen der NGG könnte die TCB-Gruppe dabei die überregionalen Markenrechte behalten, während ein Teil der Braunschweiger Produktionsstätte genossenschaftlich weitergeführt wird. Dieser könnte insbesondere die regionale Gastronomie, den Einzelhandel und das Eintracht-Stadion beliefern.
Forderung nach neuem „Runden Tisch“
Für die weitere Diskussion fordert die Gewerkschaft einen neuen „Runden Tisch Zukunft Wolters“. Daran sollten aus Sicht der NGG die TCB-Gruppe, die Volksbank BraWo, die Gewerkschaft und die Genossenschaftsinitiativen beteiligt werden.
„Wir fordern den Oberbürgermeister auf, unverzüglich einen neuen ‚Runden Tisch Zukunft Wolters‘ einzuberufen“, so die Gewerkschaft. „Die Volksbank BraWo und die TCB-Gruppe müssen sich mit der NGG und allen Genossenschaftsinitiativen an einen Tisch setzen.“
Die NGG betont, dass sie nicht die vollständige Aufkündigung bestehender Verträge verlange. Vielmehr solle geprüft werden, ob ein genossenschaftliches Modell in das geplante Event- und Quartierskonzept auf dem Brauereigelände integriert werden könne. Die Gewerkschaft ruft Beschäftigte und Bevölkerung zudem dazu auf, die Initiativen zu unterstützen und unverbindliche Absichtserklärungen für Genossenschaftsanteile abzugeben.Braunschweig. Nach dem angekündigten Produktionsende beim Hofbrauhaus Wolters zum 31. Dezember 2026 fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen neuen Anlauf für den Erhalt des Brauereistandorts. Die Gewerkschaft unterstützt dabei auch Überlegungen zu einem genossenschaftlichen Modell.
Die NGG gibt sich mit der geplanten Abwicklung des traditionsreichen Standorts nicht zufrieden. „Die Schließung der Produktion in Braunschweig ist kein Naturgesetz, sondern zunächst einmal nur eine Entscheidung“, erklärt die NGG-Region Südostniedersachsen. „Wir stehen vor dem Verlust von rund 90 wertvollen Industriearbeitsplätzen und einem beispiellosen Identitätsverlust für unsere Stadt. Aber es gibt einen Restfunken an Hoffnung.“
Unterstützung für Initiativen zum Erhalt
Die Gewerkschaft verweist auf mehrere Initiativen, die sich für den Erhalt von Wolters einsetzen. Dazu gehören „Rettet Wolters“, die Online-Petition „Rettet mit uns das Hofbrauhaus Wolters“ sowie die Initiative „Wolters retten“. Nach Angaben der NGG haben sich bislang fast 18.000 Menschen mit ihrer Unterschrift für den Erhalt ausgesprochen. Über zwei Genossenschaftsplattformen seien zudem freiwillige Zusagen über insgesamt 560.000 Euro eingegangen.
Die NGG unterstützt insbesondere die Überlegungen, Bürger und regionale Unternehmen über eine Genossenschaft am Standort zu beteiligen. Ziel wäre nach den Vorstellungen der Gewerkschaft ein verkleinerter Produktionsbetrieb, der weiterhin regionales Wolters-Bier in Braunschweig herstellen könnte.
NGG bietet Gespräche über Tarifmodelle an
Auch bei den Arbeitsbedingungen signalisiert die Gewerkschaft Gesprächsbereitschaft. „Als NGG signalisieren wir unsere Bereitschaft, gemeinsam mit den Geschäftsführern der TCB und dem Betriebsrat innovative und standortsichernde Tarifmodelle für die Startphase einer solchen Genossenschaft auszuhandeln, um das wirtschaftliche Risiko zu minimieren und gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen zu garantieren, zumindest für einen Teil der Kolleg*innen bei Wolters“, so Derer.
Nach den Vorstellungen der NGG könnte die TCB-Gruppe dabei die überregionalen Markenrechte behalten, während ein Teil der Braunschweiger Produktionsstätte genossenschaftlich weitergeführt wird. Dieser könnte insbesondere die regionale Gastronomie, den Einzelhandel und das Eintracht-Stadion beliefern.
Forderung nach neuem „Runden Tisch“
Für die weitere Diskussion fordert die Gewerkschaft einen neuen „Runden Tisch Zukunft Wolters“. Daran sollten aus Sicht der NGG die TCB-Gruppe, die Volksbank BraWo, die Gewerkschaft und die Genossenschaftsinitiativen beteiligt werden.
„Wir fordern den Oberbürgermeister auf, unverzüglich einen neuen ‚Runden Tisch Zukunft Wolters‘ einzuberufen“, so die Gewerkschaft. „Die Volksbank BraWo und die TCB-Gruppe müssen sich mit der NGG und allen Genossenschaftsinitiativen an einen Tisch setzen.“
Die NGG betont, dass sie nicht die vollständige Aufkündigung bestehender Verträge verlange. Vielmehr solle geprüft werden, ob ein genossenschaftliches Modell in das geplante Event- und Quartierskonzept auf dem Brauereigelände integriert werden könne. Die Gewerkschaft ruft Beschäftigte und Bevölkerung zudem dazu auf, die Initiativen zu unterstützen und unverbindliche Absichtserklärungen für Genossenschaftsanteile abzugeben.

