Piraten regen Diskussion um Gondelbahnen für Braunschweig an

von Jan Borner


Mit einem Antrag möchte die Piratenpartei anregen, dass sich der städtische Planungsausschuss mit urbanen Seilbahnsystemen als potentiellen öffentlichen Verkehrsmitteln für Braunschweig auseinandersetzt. Symbolfoto: Robert Braumann/Archiv
Mit einem Antrag möchte die Piratenpartei anregen, dass sich der städtische Planungsausschuss mit urbanen Seilbahnsystemen als potentiellen öffentlichen Verkehrsmitteln für Braunschweig auseinandersetzt. Symbolfoto: Robert Braumann/Archiv | Foto: Robert Braumann



Braunschweig. Mit einem Antrag möchte die Piratenpartei anregen, dass sich der städtische Planungsausschuss mit urbanen Seilbahnsystemen als potentiellen öffentlichen Verkehrsmitteln für Braunschweig auseinandersetzt. Die Mehrheit des Ausschusses sah darin allerdings keinen Nutzen.

"Steigende Fahrgastzahlen im ÖPNV machen es nötig, bereits jetzt Möglichkeiten über die zukünftige Form von Mobilität aufzuzeigen und weitergehende Ideen zu entwickeln", heißt es seitens der Piratenpartei. Kürzere Taktungszeiten im Personennahverkehr seien nur mit hohem finanziellen Aufwand möglich. Nach Ansicht der Piratenpartei ist es deshalb sinnvoll über eine alternative Infrastruktur nachzudenken, die sich "abseits von Luftverschmutzung durch CO2- NOx-, und Feinstaub-Emissionen" bewegt. Urbane Seilbahnsysteme würden die Gestaltung neuer Verkehrswege ermöglichen und der Verknüpfung von Räumen dienen, heißt es in dem Antrag weiter, der argumentiert dass auch in vielen anderen deutschen und internationalen Städten bereits über den Einsatz von Gondelbahnen nachgedacht werde, um Verkehrsprobleme in der Innenstadt zu lösen.

Fachkundiger Vortrag erwünscht


Die Piratenpartei schlägt mit ihrem Antrag deshalb vor, einen fachkundigen externen Referenten einzuladen, der die Stadtratsfraktionen über Vor- und Nachteile von urbanen Seilbahnsystemen aufklären und Möglichkeiten für Braunschweig aufzeigen soll. Der Ausschussvorsitzende Holger Herlitschke von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärte, dass er persönlich zwar skeptisch sei, ob dies wirklich sinnvoll sei, betonte aber, dass seine Fraktion sich solch neuen Ideen nicht verschließen wolle. Dennoch hatte der Planungsausschuss den Antrag der Piratenpartei zunächst mehrheitlich abgelehnt. Nachdem seitens der Verwaltung allerdings der Hinweis geäußert wurde, dass nicht der Planungsausschuss, sondern der Verwaltungsausschuss über die Annahme des Antrages entscheiden müsse, wurde der Antrag zur Beratung in den Verwaltungsausschuss verschoben, wo die Idee von urbanen Seilbahnsystemen dann vielleicht eine neue Chance bekommen könnte.


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