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Plus 6,1 – Landkreisverwaltung wächst

von Thorsten Raedlein



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03.12.2013


Wolfenbüttel. Im Rahmen der Haushaltsberatung hat der Wolfenbütteler Kreistag beschlossen, 6,1 neue Stellen für die Verwaltung zu bewilligen. Drei davon werden aber zunächst mit Sperrvermerk in den Stellenplan 2014 aufgenommen. Insgesamt sind 436,66 Stellen im kommenden Jahr ausgewiesen.

Unter Vorbehalt steht zum einen die Stelle eines Klimaschutzmanagers. Den hatten zuvor SPD und Bündnis90/Grüne beantragt. Wie Bertold Brücher (Grüne) erklärte, fördere das Bundesumweltministerium aktuell die Einrichtung einer entsprechenden Stelle. Voraussetzung sei zunächst die Antragstellung noch in diesem Jahr. Das Ministerium übernehme für fünf Jahre einen Großteil der Kosten. Erst ab dem sechsten Jahr müsse der Kreis alleine die Kosten für den Mitarbeiter tragen. Da der Klimaschutzmanager für Kostenersparnisse sorgen werde (unter anderem durch das Kümmern um entsprechende Fördermittel für Projekte in seinem Zuständigkeitsbereich) rechne sich die Stelle. Bis die Förderzusage vom Bund eingegangen sei, gelte der Sperrvermerk.

CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Lagosky betonte, dass die CDU dem Antrag folgen werde, da man sich entsprechende Fördermittel für Projekte erhoffe. Nicht vergessen dürfe man aber, dass der Landkreis bereits eine Klimaschutzmanagerin mit einer halben Stelle beschäftige. Dietmar Fricke (CDU) ergänzte, dass man den Stellenplan im Auge behalten müsse. Zwar sei die Personalquote mit etwas über 16 Prozent auf die Kreisbewohner gerechnet gut, die Verwaltungsausgaben stiegen trotzdem an.

Ebenfalls unter Vorbehalt stehen die Stellen zweier Fachinformatiker für den IT-Service an den kreiseigenen Schulen. Thomas Jakob (SPD) appellierte an die Kreistagsmitglieder, den IT-Support nicht an einen externen Dienstleister zu vergeben. Eine interne Lösung habe Vorteile. "Man muss sein Netzwerk vor Ort kennen", sagte Jakob. Mitarbeiter vor Ort seien schneller, flexibler und würden sich in den Schulen auskennen.  Norbert Löhr wies auf weiteren Beratungsbedarf hin. Die Schulen seien sich noch nicht einig, ob eine interne oder externe Lösung gewünscht werde. Als Kompromiss wurden Stellen und Haushaltmittel mit Sperrvermerk versehen, eine Entscheidung fällt im nächsten Jahr.


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