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Politik einig: Parkpalette für Lindenhalle soll geprüft werden

von Nick Wenkel


Die Realisierung einer möglichen Parkpalette an der Lindenhalle fand heute einen Platz auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Foto: Nick Wenkel/Alexander Dontscheff
Die Realisierung einer möglichen Parkpalette an der Lindenhalle fand heute einen Platz auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Foto: Nick Wenkel/Alexander Dontscheff

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17.10.2017

Wolfenbüttel. Bereits vor rund einem Monat wurde die Forderung der CDU-Fraktion laut, eine Parkpalette an der Lindenhalle zu errichten. Der Grund: Die Ausweichparkplätze bei MKN stünden bald nicht mehr zur Verfügung. In der Sitzung des Bauausschusses am heutigen Dienstag einigten sich die Fraktionen, eine mögliche Parkpalette zunächst prüfen zu lassen.


Der ursprüngliche Antrag der CDU sah es vor, eine zwei- bis dreistöckige Parkpalette im Rahmen des Parkraumbewirtschaftskonzeptes auf dem jetzigen Parkplatz der Lindenhalle zu errichten. In der heutigen Bauausschusssitzung bekräftigtedie Fraktion nochmals ihr Anliegen. Zum baldigen Wegfall der MKN-Parkplätze komme hinzu, dass auch die Stellplätze des Supermarkts an der Lindener Straße nicht mehr außerhalb der Geschäftszeiten genutzt werden könnten, so die Begründung der CDU.

Mindestens zwei Millionen Euro?



Stefan Brix (Die Grünen). Foto: Privat)



Kritisch betrachtet wurde eine mögliche Parkpalette von der SPD und von den Grünen. Torsten Ohms (SPD) sieht vor allem die Kostenfragen als wichtige Entscheidungskomponente. Denn: „Ein Parkhaus kann man sich zwar wünschen, aber das kostet auch Geld". Würde man zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Stellplatz vorsehen, komme man letztlich auf mindestens zwei Millionen Euro, rechnete Ohms vor. Für ihn wäre es demnach sinniger, zunächst Alternativen zu suchen, wie zum Beispiel weitere Ausweichplätze für Großveranstaltungen.

Stefan Brix, Bündnis 90/Die Grünen, kann mit einer Parkpalette an der Lindenhalle nichts anfangen. Er hält das dortige Gebiet für „äußerst problematisch", gerade auch mit der Berücksichtigung des dortigen LKW-Verkehrs. „Man kann zwar vieles prüfen, aber keine Parkpalette an der Lindenhalle", resümiert Brix.

Pink: „Situation ist prekär"



Bürgermeister Thomas Pink. Foto: Stadt Wolfenbüttel



Eine Lösung, mit der alle Fraktionen zunächst leben konnten, war schnell gefunden. Florian Röpke (Die Linke/Piraten) wolle eine Parkpalette nicht komplett ablehnen, gerade auch hinsichtlich des Wegfalls der MKN-Parkplätze. Röpke regte an, den Antrag der CDU anzupassen. So solle über eine Parkpalette nicht sofort entschieden werden, sondern zunächst eine grundsätzliche Prüfung erfolgen. Diesem Vorschlag stimmte auch Bürgermeister Thomas Pink zu. Aber Pink sieht auch Handlungsbedarf: „Die Situation an der Lindenhalle führt dazu, dass selbst die Polizei verzweifelt ist." Der Bürgermeister bezeichnete die Situation als „prekär". Pink regte zudem an, die sonstigen öffentlichen Flächen im Umkreis zu prüfen.

Abschließend zur Diskussion, zeigten sich die Fraktionen mit einer Prüfung einer möglichen Parkpalette zunächst einverstanden. Bis auf Stefan Brix, der sich bei der Abstimmung enthielt, stimmten alle Bauausschuss-Mitglieder für eine Prüfung.

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