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Rauchmelder: Eine kleine Investition rettet Leben

von Nick Wenkel


Rauchmelder: Eine Schutzmaßnahme, die jeder in seinem Haus oder in seiner Wohnung haben sollte. Foto: Anke Donner
Rauchmelder: Eine Schutzmaßnahme, die jeder in seinem Haus oder in seiner Wohnung haben sollte. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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23.06.2017

Wolfenbüttel. Glück im Unglück hatten die Bewohner an der Fritz-Fischer-Straße in der vergangenen Woche. Als die ersten Atemschutz-Trupps der Feuerwehr das stark verrauchte Haus betraten, waren keine Rauchmelder zu hören. Im Gespräch mit regionalHeute.de erinnert Tobias Stein von der Feuerwehr Wolfenbüttel noch einmal an die Wichtigkeit der Rauchmelder.


Wie Tobias Stein gegenüber regionalHeute.de erklärt, sterben 90 Prozent der Brandtoten durch den Rauch und nicht wie von vielen vermutet, durch Feuer. Zusätzlich würden die meisten Brände nachts passieren. Im Durchschnitt habe man vier Minuten Zeit das Haus zu verlassen – und dies sei aus dem Tiefschlaf heraus fast unmöglich.Toxische Rauchgase sowie Kohlenstoffdioxid und -monoxid steigen bei einem Wohnungsbrand nach oben und würden dafür sorgen, dass der Sauerstoff verdrängt wird. Alleine drei kräftige Atemzüge reichen in diesem Fall schon für irreversible Schäden – bis hin zum Tod.

Vermieter ansprechen oder selber handeln


Aufgrund der Rauchgas-Gefahr seien Vermieter daher verpflichtet, nicht nur bei einem Umbau Rauchmelder zu installieren, sondern auch im Nachhinein. In Niedersachsen gilt seit dem 1. November 2010 die Einbaupflicht für Neu- und Umbauten, die nach dem 1. November 2010 entstanden sind. Bestehende Wohnungen mussten bis zum 31. Dezember 2015 ebenfalls nachrüsten. Für den Einbau ist der Eigentümer der Immobilie verantwortlich und muss in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren den Melder anbringen lassen. Für die Betriebsbereitschaft müssen bei gemieteten Wohnungen und Häusern die Mieter und Pächter sorgen. Dabei sollte darauf geachtet werden, ob die Batterie und der Alarmgeber noch funktionieren und die Öffnungen am Rauchmelder frei von Staub sind. Tobias Stein rät Mietern dazu, dem Vermieter auf das Fehlen der Melder hinzuweisen oder im Notfall selber welche zu installieren. Im Hinblick auf die Wichtigkeit sei dies eine kleine Investition mit enormen Ausmaßen – und, die manchmal sogar Leben retten.

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