Goslar

Raumnot an der Schillerschule - Grüne kritisieren die Stadt Goslar

„Jetzt wird auf dem Rücken der kleinen Kinder ausgetragen, was von der Verwaltung verbockt wurde.“

Die Schillerschule hat mit Platzproblemen zu kämpfen. Archivbild
Die Schillerschule hat mit Platzproblemen zu kämpfen. Archivbild Foto: Anke Donner

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24.07.2020

Goslar. Zur Diskussion um die Raumnot an der Schillerschule erreichte uns eine Stellungnahme von Bündnis 90 / Die Grünen in Goslar. Sie kritisieren Versäumnisse der Verwaltung.


„Die Probleme mit den Räumlichkeiten an der Schillerschule sind ein hausgemachtes. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Schillerschule aus allen Nähten platzt,“ erklärt Ratsfrau Sabine Seifarth. Nun sei die von den Grünen favorisierte Lösung, die Worthschule zu öffnen, durch das Elternvotum zunichte gemacht worden. Der ganze Vorgang erinnere an die Suche nach Alternativen für die beengten Räumlichkeiten der Kita Zum Frankenberg, der mehr als sieben Jahre gedauert habe.

"Leider wurde die Nutzung des Archivgebäudes als möglicher Plan B zu früh verworfen und nicht weiter verfolgt", so die Grünen. Planungen hätten vom Fachbereich und GMG parallel stattfinden können um, im jetzt eingetretenen Notfall, keine Zeit zu verlieren. „Jetzt wird auf dem Rücken der kleinen Kinder ausgetragen, was von der Verwaltung verbockt wurde,“ ergänzt der Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen Mathias Schlawitz. Vor allem die Verunsicherung von Schülern, Eltern und Lehrkräften an drei Schulen hätte man sich sparen können.

Erhalt von zwei Grundschulen in der Innenstadt


„Außerdem ist jetzt ein unnötiger Zeitdruck entstanden und leider auch keine befriedigende Lösung in Sicht,“ ärgert sich Seifarth. Die größte Chance, wäre aus Schlawitz Sicht, eine neue zusätzliche Grundschule am Georgenberg einzurichten. Zustimmen müsste bei diesem Vorschlag allerdings die Landesschulbehörde. Bei den mittelfristig prognostizierten Schülerzahlen scheine dieser Vorschlag jedoch schwierig. „Es leiden wieder einmal die Kleinen unter Fehleinschätzungen der Behörden,“ bedauern Seifarth und Schlawitz. „Unsere Präferenz gilt auf jeden Fall dem Erhalt von zwei Grundschulen in der Innenstadt“.

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