Salzgitter. Nachdem bereits im Mai unter behördlicher Begleitung eine Testkaufaktion in zwei Stadtteilen von Salzgitter durchgeführt worden war, fand am Dienstag, 16. Juni, eine weitere gemeinsame Jugendschutzkontrolle von Stadt und Polizei Salzgitter statt. Erneut versuchte ein jugendlicher Testkäufer, in verschiedenen Supermärkten, Tankstellen oder Kiosken Alkohol- oder Tabakprodukte zu erwerben. Über die Ergebnisse berichtet die Polizei in einer Pressemeldung.
Die bestehenden gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen dienen dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gesundheitlichen und sozialen Risiken, die sich aus dem Konsum von Alkohol- und Tabakwaren ergeben können. Die konsequente Einhaltung dieser Vorschriften im Einzelhandel sei von einem gesamtgesellschaftlichen Interesse. Dies werde auch durch hohe Bußgelder belegt, die im Falle von Verstößen den betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufern, aber auch den verantwortlichen Geschäftsführern drohen.
Neunmal ging die Ware über den Tresen
Dem minderjährigen Testkäufer gelang es in neun Fällen, Alkohol oder Tabak zu erwerben, ohne dass er nach Alter oder einem Ausweisdokument gefragt wurde.
Die betroffenen Verantwortlichen wurden nach einem erfolgten Testkauf umgehend von den Mitarbeitern der Stadt Salzgitter auf die Wichtigkeit der gesetzlichen Bestimmungen, ihre Verantwortungen und Pflichten und auf die Einleitung entsprechender Ordnungswidrigkeitenverfahren hingewiesen. Dabei wurden die zuvor erfolgten Käufe natürlich rückgängig gemacht.
Weitere Testkäufe angekündigt
Stadt und Polizei Salzgitter kündigen an, dass Testkäufe auch weiterhin ein wirksames Instrument sein werden, um im Jugendschutz Kontrollen durchzuführen.
Darüber hinaus soll es mehrere präventive Aktionen geben, um Jugendliche, Einzelhandelsverantwortliche und alle Bürgerinnen und Bürger thematisch auf gesetzliche Bestimmungen und die Risiken, die im Fall von Alkohol- oder Tabakkonsum durch Jugendliche drohen, hinzuweisen.

